Schreck der Pflüger
Die tiefreichenden, zähen Wurzeln der Dornigen Hauhechel blieben früher oft im Pflug hängen und erschwerten die Feldarbeit. Was für Bauern ein hartnäckiges „Unkraut“ war, galt Kräuterkundigen als wertvolle Heilpflanze.
Ononis spinosa
Niedriger, dicht verzweigter und dorniger Halbstrauch mit rosa Blüten und tiefreichender Wurzel. Traditionelles Diuretikum zur Unterstützung der Nieren und zur Ausleitung von Harnsäure.
Auffällige rosa Schmetterlingsblüten ähnlich wie bei Klee.
Kleine dreizählige Blätter mit kurzen Dornen in den Blattachseln.
Niedriger, teils niederliegender, stark verzweigter und dorniger Halbstrauch.
Starke, tiefreichende, verholzte Pfahlwurzel.
Trockene, sonnige Wiesen, Weiden und Ackerränder.
Die Blüten sind rosa bis rosaviolett, schmetterlingsförmig und etwa 1–1,5 cm lang. Sie stehen einzeln oder in kleinen Gruppen in den Blattachseln. Die Fahne ist oft dunkler geadert. Die Blütezeit reicht etwa von Juni bis September.
Die Blätter sind meist dreizählig mit kleinen, eiförmigen Fiederblättchen und fein gesägtem Rand. In den Blattachseln und an den Zweigspitzen sitzen kurze, spitze Dornen. Der gesamte Habitus wirkt wie ein niedriger, dicht belaubter, dorniger Halbstrauch.
Die Dornige Hauhechel wird meist 20–40 cm hoch. Die Stängel verholzen mit der Zeit, sind stark verzweigt und teilweise niederliegend bis aufsteigend. Die dornigen Zweigspitzen bilden dichte, kaum durchdringbare Polster, die Tritt und Wind gut standhalten.
Die Pflanze besitzt eine kräftige, verholzte Pfahlwurzel, die tief in den Boden eindringt und sie auch auf trockenen Standorten versorgt. Die getrocknete Wurzel ist der wichtigste Arzneidroge und wird in harntreibenden und ausleitenden Teemischungen verwendet.
Die Dornige Hauhechel besiedelt trockene, warme Standorte wie Magerwiesen, Weiden, Böschungen und Ackerränder. Sie bevorzugt durchlässige, meist kalkhaltige Böden und verträgt Beweidung sowie Trittbelastung gut.
Ein Abkochung aus der Wurzel der Dornigen Hauhechel wird traditionell als unterstützendes Mittel bei Harnwegsentzündungen, Brennen beim Wasserlassen und Harngrieß verwendet. Sie wirkt deutlich harntreibend und wird oft mit anderen Nierenkräutern kombiniert.
Durch die Förderung der Harnsäureausscheidung wird die Hauhechel in Teemischungen zur begleitenden Behandlung von Gicht und rheumatischen Beschwerden eingesetzt. Sie ersetzt keine ärztliche Therapie, kann sie aber sinnvoll ergänzen.
Aufgrund der diuretischen Wirkung findet die Dornige Hauhechel Verwendung in kurzzeitigen Entwässerungs- und „Entschlackungs“-Tees. Die Anwendung sollte zeitlich begrenzt sein und bei Nieren- oder Herzerkrankungen nur nach Rücksprache erfolgen.
Ein stärkerer Wurzelabkochung kann warmen Fußbädern zugesetzt werden. Er wirkt leicht durchblutungsfördernd und entlastet müde, geschwollene Beine nach langem Stehen.
Hilft, Entzündungen im Körper zu reduzieren und ist geeignet bei Muskel- und Gelenkschmerzen.
Fördert die Funktion des Verdauungssystems und hilft bei Blähungen und Appetitlosigkeit.
Unterstützt die Ausscheidung von Schadstoffen, entlastet Leber und Nieren.
Hilft bei Entzündungen der Blase und der Nieren.
Kann Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen lindern.
Fördert die Regeneration der Leber und ihre Entgiftungsfunktion.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich Informationszwecken und ersetzen keine ärztliche Beratung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken anwenden, sprechen Sie immer mit einer Ärztin/einem Arzt oder einer qualifizierten Fachperson für Phytotherapie.
Einige Pflanzen können allergische Reaktionen auslösen oder mit Medikamenten wechselwirken. Gehen Sie vorsichtig vor und wenden Sie sich im Zweifel an medizinisches Fachpersonal.
Die Dornige Hauhechel wächst auf trockenen, sonnigen Wiesen, Weiden, Dämmen und Ackerrändern. Sie bildet niedrige, dornige Polster und tritt häufig auf kalkhaltigen, steinigen Böden zusammen mit anderen Trockenrasenarten auf.
Informationen zu heilkundlichen Wirkungen dienen nur der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken verwenden, konsultieren Sie immer eine Ärztin/einen Arzt oder eine qualifizierte Fachperson. Wenn Sie sich bei der Bestimmung der Pflanze nicht sicher sind, sammeln oder verwenden Sie sie nicht!
Die Dornige Hauhechel wirkt deutlich harntreibend. Bei übermäßigem Gebrauch kann es zu Flüssigkeits- und Mineralstoffverlusten kommen. Achten Sie auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr und halten Sie sich an empfohlene Mengen.
Bei schweren Nieren- oder Herzerkrankungen (z. B. Herz- oder Niereninsuffizienz) darf die Dornige Hauhechel nicht ohne ärztliche Rücksprache angewendet werden. Die Flüssigkeitsbilanz muss in solchen Fällen medizinisch überwacht werden.
In Schwangerschaft und Stillzeit wird die Anwendung der Dornigen Hauhechel ohne ärztliche Empfehlung nicht angeraten, da keine ausreichenden Sicherheitsdaten vorliegen.
Die Dornige Hauhechel eignet sich eher für kurzzeitige Anwendungen. Eine dauerhafte tägliche Einnahme ohne Kontrolle kann die Nieren belasten und das Flüssigkeitsgleichgewicht stören. Nach 1–2 Wochen sollte eine Pause eingelegt werden.
Bei gleichzeitiger Einnahme von Diuretika, Blutdruckmedikamenten oder Arzneien, die die Nierenfunktion beeinflussen, ist Rücksprache mit dem Arzt sinnvoll. Die Wirkung der Hauhechel kann sich mit diesen Präparaten summieren.
Die tiefreichenden, zähen Wurzeln der Dornigen Hauhechel blieben früher oft im Pflug hängen und erschwerten die Feldarbeit. Was für Bauern ein hartnäckiges „Unkraut“ war, galt Kräuterkundigen als wertvolle Heilpflanze.
Die Dornige Hauhechel ist ein klassisches Nieren- und Harnwegharnkraut. Wurzelabkochungen wurden bei Blasenentzündungen, Harngrieß sowie in Teemischungen gegen Gicht und rheumatische Beschwerden eingesetzt.
Die Blüten der Dornigen Hauhechel sind eine wertvolle Nektar- und Pollenquelle für zahlreiche Wildbienen und andere Insekten. Vor allem auf trocken-warmen Standorten trägt sie zur Artenvielfalt der Bestäuber bei.
„Das Wissen über Wildkompass verbindet die traditionelle Erfahrung früherer Generationen mit moderner wissenschaftlicher Erkenntnis.“