Kraut des Achilles
Der Name Achillea geht auf den griechischen Helden Achilles zurück. Der Sage nach nutzte er die Schafgarbe zur Behandlung von Wunden seiner Krieger – daher ihr Ruf als Wund- und Blutkraut.
Achillea millefolium
Robuste Wildpflanze mit aromatischem Duft, fein gefiederten Blättern und dichten weißen bis rosafarbenen Blütenständen. Eine der wichtigsten klassischen Heilwiesenkräuter.
Fein gefiederte, aromatisch duftende Blätter
Dichte, flache weiße bis rosafarbene Blütendolden
Mittelhohe Staude mit aufrechten Stängeln und Horstbildung
Trockene Wiesen, Wegränder, Magerstandorte
Die Blätter der Schafgarbe sind mehrfach fein gefiedert und bilden eine dichte, federartige Struktur. Beim Zerreiben zwischen den Fingern verströmen sie einen intensiven, harzig-würzigen Duft.
An den Stängelspitzen sitzen zahlreiche, dicht gedrängte Blütenköpfchen, die zusammen eine flache Scheindolde bilden. Die Randblüten sind weiß bis zart rosa, die Röhrenblüten in der Mitte gelblich.
Die Schafgarbe wird meist 20–60 cm hoch, besitzt aufrechte bis leicht aufsteigende Stängel und breitet sich über Ausläufer aus. So entstehen oft dichte Bestände auf geeigneten Standorten.
Die Art bevorzugt sonnige, eher nährstoffärmere, trockene bis mäßig frische Wiesen und Saumbiotope. Sie ist ein typischer Begleiter traditioneller Mähwiesen und Weiden.
Aus dem blühenden Kraut lässt sich ein leicht bitterer Tee zubereiten, der als kleiner Aperitif vor dem Essen die Verdauung anregt. In Kombination mit Minze oder Kamille wird der Geschmack milder.
Getrocknete, fein zerkleinerte Blätter und Blüten können mit hochwertigem Salz gemischt werden. Das Kräutersalz passt gut zu Ofengemüse, Kartoffeln und Hülsenfrüchten.
Schafgarbe wird traditionell in Magen-, Galle- und Frauentees eingesetzt. Sie fördert den Gallefluss, wirkt leicht krampflösend und entzündungshemmend.
Als Aufguss in Umschlägen kann Schafgarbe bei kleinen Hautirritationen und Abschürfungen unterstützend eingesetzt werden – immer ergänzend zu sachgerechter Wundpflege.
In Wiesenmischungen und Naturgärten verbindet Schafgarbe Zierwert, Heilwirkung und Nutzen für Insekten in einer Art.
Hilft, Entzündungen im Körper zu reduzieren und ist geeignet bei Muskel- und Gelenkschmerzen.
Fördert die Funktion des Verdauungssystems und hilft bei Blähungen und Appetitlosigkeit.
Unterstützt die Ausscheidung von Schadstoffen, entlastet Leber und Nieren.
Hilft bei Entzündungen der Blase und der Nieren.
Unterstützt eine gesunde Durchblutung und das Herz-Kreislauf-System.
Schützt die Zellen vor freien Radikalen und kann Alterungsprozesse verlangsamen.
Fördert die Heilung von Wunden, Ekzemen und anderen Hautproblemen.
Kann Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen lindern.
Unterstützt das hormonelle Gleichgewicht und kann Menstruationsbeschwerden lindern.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich Informationszwecken und ersetzen keine ärztliche Beratung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken anwenden, sprechen Sie immer mit einer Ärztin/einem Arzt oder einer qualifizierten Fachperson für Phytotherapie.
Einige Pflanzen können allergische Reaktionen auslösen oder mit Medikamenten wechselwirken. Gehen Sie vorsichtig vor und wenden Sie sich im Zweifel an medizinisches Fachpersonal.
Schafgarbe wächst auf mageren Wiesen, Dämmen, Wegrändern und Brachflächen. Sie erscheint oft spontan in Rasenflächen und Naturgärten, wo sie mit regelmäßigem Schnitt gut zurechtkommt.
Informationen zu heilkundlichen Wirkungen dienen nur der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken verwenden, konsultieren Sie immer eine Ärztin/einen Arzt oder eine qualifizierte Fachperson. Wenn Sie sich bei der Bestimmung der Pflanze nicht sicher sind, sammeln oder verwenden Sie sie nicht!
Schafgarbe gehört zur Familie der Korbblütler. Bei entsprechender Allergie können Haut- oder Schleimhautreaktionen auftreten. Bei Erstanwendung nur geringe Mengen verwenden.
Als klassisches Frauenkraut sollte Schafgarbe in Schwangerschaft und Stillzeit nur nach Rücksprache mit Fachpersonal und nicht in hohen Dosen oder über längere Zeiträume eingenommen werden.
Bei sehr hoher Dosierung oder übermäßig langer Anwendung können Magenbeschwerden oder Kopfschmerzen auftreten. Schafgarbe sollte nur kurweise verwendet werden.
Für Ungeübte kann Schafgarbe anderen weißen Wiesenblumen ähneln. Achten Sie immer auf die fein gefiederten Blätter und die flachen Scheindolden, die nicht den Dolden der Doldenblütler entsprechen.
Bei Einnahme blutverdünnender Mittel oder anderer Dauermedikation sollte die Verwendung von Schafgarbe zuvor mit Arzt oder Apotheker besprochen werden.
Der Name Achillea geht auf den griechischen Helden Achilles zurück. Der Sage nach nutzte er die Schafgarbe zur Behandlung von Wunden seiner Krieger – daher ihr Ruf als Wund- und Blutkraut.
Schafgarbe ist ein typisches Bitterkraut. In kleinen Mengen vor dem Essen regt sie Appetit und Verdauung an und ist daher Bestandteil vieler Magenbitter und Kräutermischungen.
Die Schafgarbe ist eine wichtige Nektar- und Pollenquelle für Wildbienen, Honigbienen und andere Insekten. In naturnahen Gärten sollte sie deshalb unbedingt einen Platz haben.
Schafgarbe gilt als äußerst robuste, pflegeleichte Staude, die auch mit mageren, trockenen Böden zurechtkommt und sich gut in Natur- und Kräutergärten einfügt.
„Das Wissen über Wildkompass verbindet die traditionelle Erfahrung früherer Generationen mit moderner wissenschaftlicher Erkenntnis.“