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Hängebirke

Betula pendula

Laubbaum mit weißer Rinde und feinen, dreieckigen Blättern, dessen Blätter und Saft in der Volksheilkunde für Frühjahrs-Kuren genutzt werden.

Wichtige Erkennungsmerkmale

1

Schlanker Baum mit weißer Rinde und hängenden Zweigen

2

Weiße, sich schälende Rinde mit dunklen Querstreifen

3

Kleine, dreieckige Blätter mit doppelt gesägtem Rand

4

Kleine braune Knospen und hängende Kätzchen

5

Lichte Wälder, Kahlschläge, sandige und magere Böden

Wie Sie die Pflanze erkennen

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Gesamter Baum

Mittelhoher Baum mit schmaler, lichtdurchlässiger Krone und feinen, überhängenden Zweigen. Durch die helle, weiße Rinde und die kleinen Blätter ist die Birke bereits aus der Ferne gut erkennbar.

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Rinde

Die Rinde junger Birken ist glatt, leuchtend weiß mit dunklen, waagerechten Streifen. Bei älteren Bäumen wird die Rinde im unteren Stammbereich dunkler und rissig, während der obere Teil deutlich weiß bleibt. Dünne Rindenschichten können sich papierartig ablösen.

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Blätter

Die Blätter sind relativ klein, dreieckig bis rautenförmig, an der Basis meist keilförmig und am Rand deutlich doppelt gesägt. Die Oberseite ist kräftig grün, die Unterseite heller. Im Herbst verfärben sie sich leuchtend gelb.

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Knospen und Kätzchen

Die Knospen sind klein, spitz und braun und liegen dicht am Zweig an. Im Frühjahr erscheinen lange, herabhängende männliche Kätzchen, die bereits im Vorjahr angelegt wurden, sowie kürzere, aufrechte weibliche Kätzchen, aus denen später kleine Nüsschen entstehen.

Standort

Die Hängebirke bevorzugt lichte, sonnige Standorte in Laub- und Mischwäldern, auf Kahlschlägen, Böschungen und Brachflächen. Sie kommt gut mit trockenen, nährstoffarmen, sandigen Böden zurecht und ist ein typischer Pionierbaum.

Verwendung

Birkensaft als Frühlingsgetränk

Frisch gewonnener Birkensaft schmeckt mild und leicht süßlich. Er wird im Frühjahr als erfrischendes Getränk pur oder mit Zitrone und Kräutern gemischt getrunken.

März–April

Frühlingstee aus Birkenblättern

Junge Birkenblätter werden getrocknet und als Bestandteil von Frühjahrstees verwendet, die den Stoffwechsel und die Ausscheidung anregen.

April–Mai (Ernte), ganzjährig (getrocknet)

Birkenwasser in der Küche

Birkensaft kann als Basis für Limonaden, Kräutersirupe oder leicht fermentierte Getränke dienen und ist in der nordischen Küche traditionell verankert.

März–April

Wirkung der Pflanze

Entzündungshemmende Wirkung

Hilft, Entzündungen im Körper zu reduzieren und ist geeignet bei Muskel- und Gelenkschmerzen.

Entgiftung des Körpers

Unterstützt die Ausscheidung von Schadstoffen, entlastet Leber und Nieren.

Unterstützung der Harnwege

Hilft bei Entzündungen der Blase und der Nieren.

Antioxidative Wirkung

Schützt die Zellen vor freien Radikalen und kann Alterungsprozesse verlangsamen.

Gesundheit der Haut

Fördert die Heilung von Wunden, Ekzemen und anderen Hautproblemen.

Unterstützung des Stoffwechsels

Unterstützt den Fettstoffwechsel und den allgemeinen Energiehaushalt.

Unterstützung der Leber

Fördert die Regeneration der Leber und ihre Entgiftungsfunktion.

Wichtiger Hinweis

Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich Informationszwecken und ersetzen keine ärztliche Beratung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken anwenden, sprechen Sie immer mit einer Ärztin/einem Arzt oder einer qualifizierten Fachperson für Phytotherapie.

Einige Pflanzen können allergische Reaktionen auslösen oder mit Medikamenten wechselwirken. Gehen Sie vorsichtig vor und wenden Sie sich im Zweifel an medizinisches Fachpersonal.

Vorkommen und Lebensraum

Laubwälder Mischwälder Waldränder und Feldgehölze Berg- und Vorgebirgsregionen Brachflächen und verwilderte Standorte Wegränder und Feldränder Sandige und Uferstandorte

Die Hängebirke wächst in lichten Wäldern, an Waldrändern, auf Kahlschlägen, Böschungen und sandigen Standorten. Sie besiedelt rasch Brachflächen, Schutthalden und Straßenböschungen und ist relativ tolerant gegenüber Stadtklima und Luftverschmutzung.

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Erntezeit

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Tipps zur Ernte

  • Junge Blätter im Frühjahr kurz nach dem Austreiben sammeln, idealerweise im April und Mai
  • Nur gesunde Blätter von unbelasteten Standorten ernten
  • Birkensaft nur in kleinen Mengen und zeitlich begrenzt anzapfen, die Bohrstelle anschließend verschließen
  • Keine großen Rindenstücke vom Stamm entfernen
  • Nicht direkt an stark befahrenen Straßen ernten

Warnhinweise und sichere Anwendung

Allgemeine Empfehlungen

Informationen zu heilkundlichen Wirkungen dienen nur der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken verwenden, konsultieren Sie immer eine Ärztin/einen Arzt oder eine qualifizierte Fachperson. Wenn Sie sich bei der Bestimmung der Pflanze nicht sicher sind, sammeln oder verwenden Sie sie nicht!

Spannende Fakten und Geschichte

Frühjahrskur mit Birke

Birkenblätter und Birkensaft werden seit langem in Frühjahrskuren eingesetzt, um Nieren und Harnwege zu unterstützen und den Körper sanft zu entschlacken.

Birkensaft – Getränk aus dem Wald

Früher wurde Birkensaft im Frühjahr direkt aus dem Baum gewonnen und als erfrischendes Getränk getrunken oder leicht vergoren. Heute erlebt „Birkenwasser“ in Naturkostläden ein Comeback.

Symbol des Nordens und des Frühlings

Die Birke gilt in vielen nordeuropäischen Ländern als Baum des Frühlings und des Lichts. Sie spielt eine Rolle in Bräuchen und Festen zum Beginn des Frühjahrs.

Birkenwasser für Haare und Haut

Birkenblätterauszüge und Birkenwasser werden in der Naturkosmetik zur Pflege der Kopfhaut, bei Schuppen und zur Beruhigung gereizter Haut eingesetzt.

„Das Wissen über Wildkompass verbindet die traditionelle Erfahrung früherer Generationen mit moderner wissenschaftlicher Erkenntnis.“