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Heidelbeere / Blaubeere

Vaccinium myrtillus

Niedriger Waldstrauch mit zarten, grünen Blättern und dunkelblauen Beeren, deren Saft Mund, Zunge und Finger tief violett färbt.

Wichtige Erkennungsmerkmale

1

Kleine, zarte, hellgrüne, eiförmige Blätter

2

Kleine, glockenförmige, weißlich-grünliche Blüten mit Rosaton

3

Dunkelblaue, stark färbende Beeren mit violettem Fruchtfleisch

4

Saure Nadel- und Mischwälder, Kahlschläge, Berglagen

Wie Sie die Pflanze erkennen

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Blätter

Die Blätter der Wald-Heidelbeere sind klein (1–3 cm), eiförmig bis elliptisch, mit fein gesägtem Rand. Sie stehen wechselständig an den grünen Trieben und verfärben sich im Herbst leuchtend rot.

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Blüten

Die Blüten sind klein, glocken- bis krugförmig, weißlich bis grünlich mit rosa Schimmer. Sie sitzen einzeln oder zu zweit in den Blattachseln und erscheinen im späten Frühjahr.

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Früchte

Die Beeren sind 5–8 mm groß, dunkelblau bis schwarz mit bereiftem Überzug. Das Fruchtfleisch ist – im Gegensatz zu Kulturheidelbeeren – vollständig violett und färbt Zunge und Finger intensiv.

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Lebensraum

Die Wald-Heidelbeere wächst bevorzugt auf sauren, humusreichen Böden in Nadel- und Mischwäldern, auf Lichtungen, Kahlschlägen und in montanen bis subalpinen Lagen.

Verwendung

Frische Wald-Heidelbeeren

Frische Heidelbeeren verfeinern Müsli, Porridge, Joghurt und Desserts. Sie sind aromatisch, kalorienarm und liefern gleichzeitig viele sekundäre Pflanzenstoffe.

Juli–September (Frischware)

Konfitüren, Kuchen und Kompott

Aus Heidelbeeren entstehen aromatische Konfitüren, Kompotte und klassische Heidelbeerkuchen. Durch ihren hohen Gehalt an Farbstoffen geben sie Gebäck eine intensive Farbe.

Juli–September (Früchte), ganzjährig (eingekocht, tiefgekühlt)

Wirkung der Pflanze

Unterstützung des Immunsystems

Stärkt die natürliche Abwehrkraft des Körpers und hilft, Krankheiten vorzubeugen.

Entzündungshemmende Wirkung

Hilft, Entzündungen im Körper zu reduzieren und ist geeignet bei Muskel- und Gelenkschmerzen.

Unterstützung der Verdauung

Fördert die Funktion des Verdauungssystems und hilft bei Blähungen und Appetitlosigkeit.

Unterstützung der Harnwege

Hilft bei Entzündungen der Blase und der Nieren.

Herz- und Gefäßgesundheit

Unterstützt eine gesunde Durchblutung und das Herz-Kreislauf-System.

Antioxidative Wirkung

Schützt die Zellen vor freien Radikalen und kann Alterungsprozesse verlangsamen.

Gesundheit der Haut

Fördert die Heilung von Wunden, Ekzemen und anderen Hautproblemen.

Regulierung des Blutzuckers

Hilft, den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren und den Glukosestoffwechsel zu unterstützen.

Energie und Vitalität

Steigert körperliche und geistige Leistungsfähigkeit.

Wichtiger Hinweis

Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich Informationszwecken und ersetzen keine ärztliche Beratung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken anwenden, sprechen Sie immer mit einer Ärztin/einem Arzt oder einer qualifizierten Fachperson für Phytotherapie.

Einige Pflanzen können allergische Reaktionen auslösen oder mit Medikamenten wechselwirken. Gehen Sie vorsichtig vor und wenden Sie sich im Zweifel an medizinisches Fachpersonal.

Vorkommen und Lebensraum

Nadelwälder Mischwälder Waldränder und Feldgehölze Berg- und Vorgebirgsregionen Felsige Standorte und Geröllhalden

Bildet dichte Teppiche in Nadel- und Mischwäldern, an Waldrändern, auf Lichtungen und Kahlschlägen. Wächst am liebsten auf sauren, gut drainierten Böden in kühlem, feuchtem Klima.

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Erntezeit

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Tipps zur Ernte

  • Ernten Sie nur die vollständig ausgefärbten, prallen Beeren.
  • Vermeiden Sie Sammeln an Straßenrändern und in Gebieten mit hoher Umweltbelastung.
  • Pflücken Sie schonend, ohne die Triebe abzubrechen.
  • Blätter nur in kleinen Mengen für Tee sammeln, damit der Strauch sich regenerieren kann.

Warnhinweise und sichere Anwendung

Allgemeine Empfehlungen

Informationen zu heilkundlichen Wirkungen dienen nur der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken verwenden, konsultieren Sie immer eine Ärztin/einen Arzt oder eine qualifizierte Fachperson. Wenn Sie sich bei der Bestimmung der Pflanze nicht sicher sind, sammeln oder verwenden Sie sie nicht!

Spannende Fakten und Geschichte

Wald-Superfood

Die wilde Heidelbeere gilt als echtes „Wald-Superfood“: Sie liefert reichlich Anthocyane, Vitamin C und Ballaststoffe bei vergleichsweise wenigen Kalorien.

Heidelbeeren und Augen

Heidelbeeren werden traditionell zur Unterstützung der Sehkraft eingesetzt. Studien untersuchen den Einfluss ihrer Anthocyane auf Mikrozirkulation und oxidativen Stress im Auge.

Indikator intakter Wälder

Dichte Heidelbeerkissen weisen häufig auf saure, relativ wenig belastete Waldböden hin und sind ein wichtiges Nahrungsangebot für zahlreiche Waldtiere.

„Das Wissen über Wildkompass verbindet die traditionelle Erfahrung früherer Generationen mit moderner wissenschaftlicher Erkenntnis.“

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