Wald-Superfood
Die wilde Heidelbeere gilt als echtes „Wald-Superfood“: Sie liefert reichlich Anthocyane, Vitamin C und Ballaststoffe bei vergleichsweise wenigen Kalorien.
Vaccinium myrtillus
Niedriger Waldstrauch mit zarten, grünen Blättern und dunkelblauen Beeren, deren Saft Mund, Zunge und Finger tief violett färbt.
Kleine, zarte, hellgrüne, eiförmige Blätter
Kleine, glockenförmige, weißlich-grünliche Blüten mit Rosaton
Dunkelblaue, stark färbende Beeren mit violettem Fruchtfleisch
Saure Nadel- und Mischwälder, Kahlschläge, Berglagen
Die Blätter der Wald-Heidelbeere sind klein (1–3 cm), eiförmig bis elliptisch, mit fein gesägtem Rand. Sie stehen wechselständig an den grünen Trieben und verfärben sich im Herbst leuchtend rot.
Die Blüten sind klein, glocken- bis krugförmig, weißlich bis grünlich mit rosa Schimmer. Sie sitzen einzeln oder zu zweit in den Blattachseln und erscheinen im späten Frühjahr.
Die Beeren sind 5–8 mm groß, dunkelblau bis schwarz mit bereiftem Überzug. Das Fruchtfleisch ist – im Gegensatz zu Kulturheidelbeeren – vollständig violett und färbt Zunge und Finger intensiv.
Die Wald-Heidelbeere wächst bevorzugt auf sauren, humusreichen Böden in Nadel- und Mischwäldern, auf Lichtungen, Kahlschlägen und in montanen bis subalpinen Lagen.
Frische Heidelbeeren verfeinern Müsli, Porridge, Joghurt und Desserts. Sie sind aromatisch, kalorienarm und liefern gleichzeitig viele sekundäre Pflanzenstoffe.
Aus Heidelbeeren entstehen aromatische Konfitüren, Kompotte und klassische Heidelbeerkuchen. Durch ihren hohen Gehalt an Farbstoffen geben sie Gebäck eine intensive Farbe.
Getrocknete Beeren werden traditionell bei leichten Durchfallerkrankungen eingesetzt. Frische Früchte liefern Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die Stoffwechsel und Darmflora unterstützen können.
Der tiefviolette Saft der Beeren eignet sich als natürliches Färbemittel für Desserts, Getränke und Teige – und färbt nebenbei auch Finger und Kleidung.
Stärkt die natürliche Abwehrkraft des Körpers und hilft, Krankheiten vorzubeugen.
Hilft, Entzündungen im Körper zu reduzieren und ist geeignet bei Muskel- und Gelenkschmerzen.
Fördert die Funktion des Verdauungssystems und hilft bei Blähungen und Appetitlosigkeit.
Hilft bei Entzündungen der Blase und der Nieren.
Unterstützt eine gesunde Durchblutung und das Herz-Kreislauf-System.
Schützt die Zellen vor freien Radikalen und kann Alterungsprozesse verlangsamen.
Fördert die Heilung von Wunden, Ekzemen und anderen Hautproblemen.
Hilft, den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren und den Glukosestoffwechsel zu unterstützen.
Steigert körperliche und geistige Leistungsfähigkeit.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich Informationszwecken und ersetzen keine ärztliche Beratung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken anwenden, sprechen Sie immer mit einer Ärztin/einem Arzt oder einer qualifizierten Fachperson für Phytotherapie.
Einige Pflanzen können allergische Reaktionen auslösen oder mit Medikamenten wechselwirken. Gehen Sie vorsichtig vor und wenden Sie sich im Zweifel an medizinisches Fachpersonal.
Bildet dichte Teppiche in Nadel- und Mischwäldern, an Waldrändern, auf Lichtungen und Kahlschlägen. Wächst am liebsten auf sauren, gut drainierten Böden in kühlem, feuchtem Klima.
Informationen zu heilkundlichen Wirkungen dienen nur der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken verwenden, konsultieren Sie immer eine Ärztin/einen Arzt oder eine qualifizierte Fachperson. Wenn Sie sich bei der Bestimmung der Pflanze nicht sicher sind, sammeln oder verwenden Sie sie nicht!
In größeren Mengen können frische Heidelbeeren bei empfindlichen Personen Blähungen oder Durchfall begünstigen. Steigern Sie die Menge langsam.
Die echte Heidelbeere ist essbar, doch im Wald wachsen auch giftige Beerenpflanzen. Sammeln Sie nur Beeren von eindeutig als Heidelbeere erkannten Zwergsträuchern.
Sammeln Sie keine Heidelbeeren in der Nähe stark befahrener Straßen, Industrieanlagen oder Altlasten. In Risikogebieten ist eine gründliche Reinigung oder Erhitzung der Früchte sinnvoll.
Reißen Sie keine Sträucher aus und verwenden Sie Sammelkämme nur schonend. Lassen Sie stets genügend Beeren für Tiere und die natürliche Verjüngung zurück.
Die wilde Heidelbeere gilt als echtes „Wald-Superfood“: Sie liefert reichlich Anthocyane, Vitamin C und Ballaststoffe bei vergleichsweise wenigen Kalorien.
Heidelbeeren werden traditionell zur Unterstützung der Sehkraft eingesetzt. Studien untersuchen den Einfluss ihrer Anthocyane auf Mikrozirkulation und oxidativen Stress im Auge.
Dichte Heidelbeerkissen weisen häufig auf saure, relativ wenig belastete Waldböden hin und sind ein wichtiges Nahrungsangebot für zahlreiche Waldtiere.
„Das Wissen über Wildkompass verbindet die traditionelle Erfahrung früherer Generationen mit moderner wissenschaftlicher Erkenntnis.“