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Sanddorn

Hippophae rhamnoides

Dicht verzweigter, stark dorniger Strauch mit silbrigen Blättern und leuchtend orangefarbenen Beeren – bekannt als heimische Vitamin-C-Bombe.

Wichtige Erkennungsmerkmale

1

Schmale, silbrig schimmernde Blätter

2

Unscheinbare gelbgrüne Frühjahrsblüten

3

Leuchtend orange, sehr saure Beeren

4

Dicht verzweigter, stark bedornter Wuchs

5

Typische Art von Dünen und sandigen Böschungen

Wie Sie die Pflanze erkennen

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Blätter

Die Blätter sind schmal, länglich-lanzettlich und an der Unterseite dicht silbrig behaart. Dadurch wirkt der gesamte Strauch aus der Ferne leicht grau-silbrig.

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Blüten

Die Blüten sind klein, gelbgrün und erscheinen sehr früh im Jahr, oft bevor die Blätter austreiben. Sanddorn ist zweihäusig: es gibt männliche und weibliche Pflanzen.

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Früchte

Die Früchte sind leuchtend orange, eiförmig und sehr säuerlich im Geschmack. Sie sitzen dicht gedrängt an den Zweigen und bleiben oft bis in den Winter hinein am Strauch.

Dorniger Strauch

Sanddorn bildet dichte, sehr dornenreiche Sträucher, die sich gut als Windschutzhecke und Vogelschutzgehölz eignen, aber die Ernte der Früchte erschweren.

Sandige Standorte

Sanddorn bevorzugt trockene, sandige und nährstoffarme Standorte und wird häufig zur Befestigung von Dünen, Ufern und Hängen gepflanzt.

Verwendung

Sanddornsaft und -sirup

Frisch gepresster Sanddornsaft ist sehr säuerlich und wird meist mit Wasser und anderen Fruchtsäften gemischt. Eingekochter Sirup eignet sich als Basis für Wintergetränke und heiße Sanddorntees.

September–November (Frischernte), ganzjährig aus Vorräten

Sanddornmus und Aufstriche

Aus kurz erhitzten und durch ein Sieb gestrichenen Beeren entsteht ein aromatisches Mus, das sich für Konfitüren, Desserts, Joghurt und als fruchtige Sauce eignet.

September–November

Wirkung der Pflanze

Unterstützung des Immunsystems

Stärkt die natürliche Abwehrkraft des Körpers und hilft, Krankheiten vorzubeugen.

Entzündungshemmende Wirkung

Hilft, Entzündungen im Körper zu reduzieren und ist geeignet bei Muskel- und Gelenkschmerzen.

Herz- und Gefäßgesundheit

Unterstützt eine gesunde Durchblutung und das Herz-Kreislauf-System.

Antioxidative Wirkung

Schützt die Zellen vor freien Radikalen und kann Alterungsprozesse verlangsamen.

Gesundheit der Haut

Fördert die Heilung von Wunden, Ekzemen und anderen Hautproblemen.

Unterstützung des Stoffwechsels

Unterstützt den Fettstoffwechsel und den allgemeinen Energiehaushalt.

Unterstützung der Leber

Fördert die Regeneration der Leber und ihre Entgiftungsfunktion.

Regulierung des Blutzuckers

Hilft, den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren und den Glukosestoffwechsel zu unterstützen.

Energie und Vitalität

Steigert körperliche und geistige Leistungsfähigkeit.

Wichtiger Hinweis

Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich Informationszwecken und ersetzen keine ärztliche Beratung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken anwenden, sprechen Sie immer mit einer Ärztin/einem Arzt oder einer qualifizierten Fachperson für Phytotherapie.

Einige Pflanzen können allergische Reaktionen auslösen oder mit Medikamenten wechselwirken. Gehen Sie vorsichtig vor und wenden Sie sich im Zweifel an medizinisches Fachpersonal.

Vorkommen und Lebensraum

Gebüschsäume und Hecken Ufer von Flüssen und Bächen Brachflächen und verwilderte Standorte Wegränder und Feldränder Gärten und Höfe Sandige und Uferstandorte

Sanddorn wächst auf sonnigen, trockenen Standorten wie Dünen, Böschungen, Bahndämmen, Brachflächen und Feldrändern. Häufig wird er zur Hangbefestigung, als Windschutzhecke oder naturnaher Zierstrauch gepflanzt und bietet Nahrung und Schutz für viele Vogelarten.

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Erntezeit

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Tipps zur Ernte

  • Ernten Sie die Beeren von September bis in den Spätherbst.
  • Tragen Sie feste Handschuhe und Kleidung – die Triebe sind stark bedornt.
  • Am einfachsten lassen sich kurztriebige Äste abschneiden, einfrieren und anschließend die Beeren abschütteln.
  • Lassen Sie immer einen Teil der Früchte für Vögel und andere Wildtiere hängen.
  • Verarbeiten Sie die Ernte zügig zu Saft, Mus, Öl oder Tiefkühlvorräten.

Warnhinweise und sichere Anwendung

Allgemeine Empfehlungen

Informationen zu heilkundlichen Wirkungen dienen nur der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken verwenden, konsultieren Sie immer eine Ärztin/einen Arzt oder eine qualifizierte Fachperson. Wenn Sie sich bei der Bestimmung der Pflanze nicht sicher sind, sammeln oder verwenden Sie sie nicht!

Spannende Fakten und Geschichte

Vitamin-C-Rekordhalter

Sanddornbeeren zählen zu den vitamin-C-reichsten heimischen Früchten und werden traditionell zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt.

Zwei Arten Sanddornöl

Aus den Samen und aus dem Fruchtfleisch werden unterschiedliche Sanddornöle gewonnen, die sich in Fettsäure- und Carotinoidprofil unterscheiden und vielseitig genutzt werden.

Küstenpflanze

In der Natur ist Sanddorn eine typische Küsten- und Flussdünenpflanze und spielt eine wichtige Rolle bei der Befestigung sandiger Böden.

Wichtige Vogelpflanze

Dichte, dornenreiche Sanddornhecken bieten Vögeln sicheren Brutplatz, und die bis in den Winter hängenden Beeren sind eine wertvolle Nahrungsquelle.

„Das Wissen über Wildkompass verbindet die traditionelle Erfahrung früherer Generationen mit moderner wissenschaftlicher Erkenntnis.“