Kraut des Absinths
Wermutkraut ist die wichtigste Bitterpflanze im legendären Absinth. Zusammen mit Anis und Fenchel prägt es den charakteristischen Geschmack und Duft dieses Getränks.
Artemisia absinthium
Hohe, ausdauernde Staude mit silbrig-grünen, stark gefiederten Blättern und vielen kleinen, gelblichen Blütenköpfchen. Die Pflanze duftet intensiv und schmeckt extrem bitter.
Hohe, silbrig-grüne Staude in lockeren Horsten
Tief fiederteilige, silbrig behaarte Blätter
Viele kleine, gelbliche Köpfchen in Rispen
Gerippter Stängel, charakteristischer ätherischer Duft
Ruderalflächen, Wegränder, Mauern, alte Gärten
Wermutkraut wird meist 40–100 cm hoch. Es besitzt aufrecht wachsende, im unteren Bereich verholzende Stängel, die sich nach oben hin stark verzweigen. Durch die feine Behaarung wirkt die ganze Pflanze silbrig-grau und verströmt bei Berührung einen intensiven Duft.
Die Blätter des Wermutkrauts sind zwei- bis dreifach fiederteilig und in schmale Lappen zerschnitten. Durch die feine Behaarung erscheinen sie silbrig-grau. Die unteren Blätter sind größer und gestielt, die oberen kleiner und sitzend. Der Geschmack ist stark bitter.
Die Blüten des Wermutkrauts sind kleine, kugelige bis leicht hängende Köpfchen von gelblicher Farbe. Sie stehen in zahlreichen, lockeren Rispen an den oberen Stängelabschnitten und blühen meist von Juni bis August.
Die Stängel sind aufrecht, längs gerippt und im unteren Teil oft verholzt. Zerreibt man Blätter oder Stängel zwischen den Fingern, entfaltet sich ein kräftiger, würzig-bitterer Duft nach ätherischen Ölen – typisch für Wermutkraut.
Wermutkraut wächst bevorzugt auf trockenen, nährstoffreichen Ruderalstandorten: an Wegrändern, Bahndämmen, Mauern sowie in alten Gärten und Hofbereichen. Es ist eine typische Siedlungsbegleitpflanze.
Ein kleiner Anteil Wermutkraut in einer Kräutermischung kann in Alkohol mazeriert werden, um einen hausgemachten Bitter für nach dem Essen herzustellen. Aufgrund des Thujon-Gehalts nur sparsam und kurweise genießen.
Wermutkraut gilt als klassisches Bittermittel. In geringer Dosierung regt es die Produktion von Magensäften und Galle an und kann vor allem bei Völlegefühl nach schweren Mahlzeiten hilfreich sein.
Wermut wird traditionell in Kräutermischungen zur Unterstützung von Leber und Galle eingesetzt. Die Bitterstoffe regen den Gallenfluss an und können Blähungen und Völlegefühl lindern. Bei schweren Lebererkrankungen nur nach ärztlicher Rücksprache verwenden.
Getrocknete Wermutbündel können in Schränken oder Vorratsräumen aufgehängt werden, um Motten und andere Insekten fernzuhalten. Der Duft verfliegt mit der Zeit und sollte dann aufgefrischt werden.
Fördert die Funktion des Verdauungssystems und hilft bei Blähungen und Appetitlosigkeit.
Unterstützt die Ausscheidung von Schadstoffen, entlastet Leber und Nieren.
Hilft, Bakterien und bakterielle Infektionen zu bekämpfen.
Unterstützt den Fettstoffwechsel und den allgemeinen Energiehaushalt.
Fördert die Regeneration der Leber und ihre Entgiftungsfunktion.
Steigert körperliche und geistige Leistungsfähigkeit.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich Informationszwecken und ersetzen keine ärztliche Beratung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken anwenden, sprechen Sie immer mit einer Ärztin/einem Arzt oder einer qualifizierten Fachperson für Phytotherapie.
Einige Pflanzen können allergische Reaktionen auslösen oder mit Medikamenten wechselwirken. Gehen Sie vorsichtig vor und wenden Sie sich im Zweifel an medizinisches Fachpersonal.
Wermut wächst bevorzugt an trockenen, vollsonnigen Standorten: an Wegrändern, Bahndämmen, Mauern, auf Brachflächen und in alten Gärten. Staunässe verträgt er schlecht, Hitze und Trockenheit dagegen sehr gut.
Informationen zu heilkundlichen Wirkungen dienen nur der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken verwenden, konsultieren Sie immer eine Ärztin/einen Arzt oder eine qualifizierte Fachperson. Wenn Sie sich bei der Bestimmung der Pflanze nicht sicher sind, sammeln oder verwenden Sie sie nicht!
Wegen des Thujon-Gehalts sollte Wermutkraut in Schwangerschaft und Stillzeit nicht innerlich angewendet werden.
Bei Überdosierung oder zu langer Anwendung kann Wermutkraut Kopfschmerzen, Unruhe bis hin zu Krampfanfällen auslösen. Deshalb nur kurweise und niedrig dosiert verwenden.
Bei Lebererkrankungen, Epilepsie oder der Einnahme von Medikamenten mit Wirkung auf das Nervensystem sollte Wermut nur nach ärztlicher Rücksprache verwendet werden.
Wermut-Ätheröl und hochkonzentrierte Extrakte sind deutlich risikoreicher als ein schwacher Tee. Sie sollten innerlich nur unter fachkundiger Anleitung angewendet werden.
Die starke Bitterkeit des Wermutkrauts hilft bei der Dosierung: schon eine kleine Prise in der Teemischung reicht aus. Zu viel macht das Getränk schnell ungenießbar.
Wermutkraut ist die wichtigste Bitterpflanze im legendären Absinth. Zusammen mit Anis und Fenchel prägt es den charakteristischen Geschmack und Duft dieses Getränks.
Wermut gehört zu den bittersten heimischen Heilpflanzen. Schon kleine Mengen im Tee oder in Tinkturen reichen aus, um die Bitterrezeptoren anzusprechen und die Verdauung anzuregen.
Getrocknetes Wermutkraut wurde traditionell in Schränken und Vorratsräumen aufgehängt, um Motten und andere Schädlinge fernzuhalten. Der starke Duft der ätherischen Öle wirkt auf viele Insekten abschreckend.
„Das Wissen über Wildkompass verbindet die traditionelle Erfahrung früherer Generationen mit moderner wissenschaftlicher Erkenntnis.“