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Wilder Rhabarber

Rheum rhabarbarum

Kräftige, ausdauernde Staude mit sehr großen Blättern und dicken, rötlich-grünen Blattstielen mit deutlich saurem Geschmack.

Wichtige Erkennungsmerkmale

1

Sehr große, dreieckige Blätter mit gewelltem Rand

2

Dicke, saftige Blattstiele mit ausgeprägt saurem Geschmack

3

Hohe, verzweigte Rispen mit vielen kleinen Blüten

4

Verwildert an Gärten, Kompostplätzen und Wegrändern

5

Blattspreiten sind ungenießbar und potenziell giftig

Wie Sie die Pflanze erkennen

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Blätter

Die Blätter des Rhabarbers sind auffallend groß, breit dreieckig bis herzförmig, mit gewelltem und teils gekräuseltem Rand. Die kräftige Nervatur läuft in einen dicken Blattstiel aus. Die Blattoberseite ist matt bis leicht glänzend grün.

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Blattstiele

Die essbaren Blattstiele sind kräftig, fleischig und je nach Sorte grün, rosafarben oder rot gefärbt. Sie sind vollsaftig, brechen leicht und schmecken deutlich säuerlich.

Blütenstand

Ältere Pflanzen bilden hohe Blütenstängel mit großen, verzweigten Rispen aus zahlreichen kleinen, weißlich-grünen Blüten. Die Blütenstände ragen deutlich über das Laub hinaus.

Standort

Wilder Rhabarber wächst vor allem in Siedlungsnähe: an Gartenzäunen, Komposthaufen, auf nährstoffreichen Brachflächen und an Wegrändern.

Achtung Blätter

Die Blattspreiten des Rhabarbers sind aufgrund ihres hohen Gehalts an Oxalsäure nicht zum Verzehr geeignet. Verwende ausschließlich die Blattstiele.

Verwendung

Rhabarberkompott und Kuchen

In Stücke geschnittene Blattstiele lassen sich zu Kompott, Kuchen, Crumble und Desserts verarbeiten. Die Säure des Rhabarbers harmoniert besonders gut mit Erdbeeren.

April–Juni (frische Blattstiele)

Rhabarbersirup und Schorle

Aus Rhabarberstücken lässt sich ein intensiv rosa Sirup kochen, der mit Sprudelwasser als erfrischende Schorle serviert werden kann.

April–Juni (frische Stiele), ganzjährig (Sirup)

Herzhaftes Rhabarber-Chutney

Mit Zwiebeln, Gewürzen und etwas Zucker eingekocht wird Rhabarber zu pikantem Chutney, das gut zu Käse, Gemüse und gegrillten Speisen passt.

April–Juni

Wirkung der Pflanze

Unterstützung der Verdauung

Fördert die Funktion des Verdauungssystems und hilft bei Blähungen und Appetitlosigkeit.

Entgiftung des Körpers

Unterstützt die Ausscheidung von Schadstoffen, entlastet Leber und Nieren.

Unterstützung des Stoffwechsels

Unterstützt den Fettstoffwechsel und den allgemeinen Energiehaushalt.

Regulierung des Blutzuckers

Hilft, den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren und den Glukosestoffwechsel zu unterstützen.

Wichtiger Hinweis

Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich Informationszwecken und ersetzen keine ärztliche Beratung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken anwenden, sprechen Sie immer mit einer Ärztin/einem Arzt oder einer qualifizierten Fachperson für Phytotherapie.

Einige Pflanzen können allergische Reaktionen auslösen oder mit Medikamenten wechselwirken. Gehen Sie vorsichtig vor und wenden Sie sich im Zweifel an medizinisches Fachpersonal.

Vorkommen und Lebensraum

Ufer von Flüssen und Bächen Brachflächen und verwilderte Standorte Wegränder und Feldränder Gärten und Höfe Parks und städtisches Grün

Wilder Rhabarber wächst bevorzugt an nährstoffreichen, feuchten Standorten in der Nähe von Siedlungen: an Gartenzäunen, Komposthaufen, auf Schuttplätzen und an Wegrändern.

Erntezeit

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Tipps zur Ernte

  • Ernte junge Blattstiele im Frühjahr bis Frühsommer.
  • Blattspreiten immer vollständig entfernen und nicht essen.
  • Lass genügend Stiele an der Pflanze, damit sie sich erholen kann.
  • Nicht an stark befahrenen Straßen oder belasteten Standorten ernten.
  • Blattstiele vor dem Verzehr schälen und immer erhitzen.

Warnhinweise und sichere Anwendung

Allgemeine Empfehlungen

Informationen zu heilkundlichen Wirkungen dienen nur der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken verwenden, konsultieren Sie immer eine Ärztin/einen Arzt oder eine qualifizierte Fachperson. Wenn Sie sich bei der Bestimmung der Pflanze nicht sicher sind, sammeln oder verwenden Sie sie nicht!

Spannende Fakten und Geschichte

Asiatische Herkunft

Rhabarber stammt ursprünglich aus Zentral- und Ostasien. Zunächst wurde vor allem Heilrhabarber gehandelt, später entwickelten Züchter mildere Gartenformen für die Küche.

Heilrhabarber und Gartenrhabarber

Der stark abführende Apothekenrhabarber stammt von anderen Rheum-Arten als unser Gartenrhabarber. Auch dessen Wurzel ist wirkkräftig und sollte nicht ohne Fachkenntnis verwendet werden.

Frühes Frühlingsgemüse

Rhabarber gehört zu den ersten frischen Gemüsen im Jahr und bringt mit seiner Säure Frische in Kuchen, Kompott und Desserts.

Oxalsäure und Gesundheit

Rhabarber enthält relativ viel Oxalsäure. Wer zu Nierensteinen neigt oder Probleme mit den Nieren hat, sollte größere Mengen meiden und Rhabarber nur gelegentlich genießen.

„Das Wissen über Wildkompass verbindet die traditionelle Erfahrung früherer Generationen mit moderner wissenschaftlicher Erkenntnis.“