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Wildes Stiefmütterchen

Viola tricolor

Zartes Wildkraut mit charakteristischen violett–gelb–weißen Blüten, klassisch in Hauttees und als essbare Blütendeko.

Wichtige Erkennungsmerkmale

1

Zarte, dreifarbige Blüten mit gelbem, geädertem Unterblatt

2

Untere Blätter breiter, obere schmal und lanzettlich mit auffälligen Nebenblättern

3

Kleine, zarte Pflanze (10–20 cm) mit verzweigten, dünnen Stängeln

4

Wiesen-, Acker- und Wegrandpflanze, oft in lückigen Rasenflächen

Wie Sie die Pflanze erkennen

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Blüten

Die Blüten sind klein (1–2 cm), fünfzählig und meist dreifarbig: violett an den oberen, weißliche Seitblätter und ein gelber, dunkler geäderter unterer Kronblattlappen. Jede Blüte steht einzeln an einem langen, dünnen Stiel über dem Laub.

Blätter

Die unteren Blätter sind breiter, verkehrt eiförmig, an längeren Stielen. Die oberen Blätter sind schmal, lanzettlich und fein gezähnt. Auffällig sind die großen, fiederteilig eingeschnittenen Nebenblätter an den Blattstielen, die dem Kraut eine feingliedrige Silhouette geben.

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Wuchsform

Das wilde Stiefmütterchen bleibt mit 10–20 cm relativ niedrig. Die Stängel sind dünn, aufrecht bis aufsteigend und verzweigt. Es wächst meist einzeln oder in lockeren Gruppen zwischen Gräsern und anderen Wiesenkräutern.

Lebensraum

Typische Lebensräume sind Magerwiesen, Äcker, Brachflächen, Feld- und Wegränder sowie extensiv gepflegte Rasenflächen. Die Art gedeiht auf eher leichten, trockeneren Böden mit guter Sonneneinstrahlung.

Verwendung

Essbare Blüten für Salate und Desserts

Die zarten Blüten des wilden Stiefmütterchens eignen sich als essbare Dekoration für Salate, Kuchen, Desserts und Getränke. Sie bringen Farbe auf den Teller und vermitteln einen natürlichen Wiesencharakter.

April–September (frische Blüten)

Milder Wiesenkräutertee

Das Kraut kann zusammen mit Kamille, Lindenblüten oder Klee in leichte Wiesenkräutertees gemischt werden. Der Geschmack ist mild und eignet sich für die ganze Familie.

April–August (frisches Kraut), ganzjährig (getrocknet)

Wirkung der Pflanze

Entzündungshemmende Wirkung

Hilft, Entzündungen im Körper zu reduzieren und ist geeignet bei Muskel- und Gelenkschmerzen.

Unterstützung der Verdauung

Fördert die Funktion des Verdauungssystems und hilft bei Blähungen und Appetitlosigkeit.

Entgiftung des Körpers

Unterstützt die Ausscheidung von Schadstoffen, entlastet Leber und Nieren.

Gesundheit der Atemwege

Lindert Beschwerden bei Erkältung, Husten und Bronchitis.

Unterstützung der Harnwege

Hilft bei Entzündungen der Blase und der Nieren.

Antioxidative Wirkung

Schützt die Zellen vor freien Radikalen und kann Alterungsprozesse verlangsamen.

Gesundheit der Haut

Fördert die Heilung von Wunden, Ekzemen und anderen Hautproblemen.

Schmerzlinderung

Kann Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen lindern.

Wichtiger Hinweis

Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich Informationszwecken und ersetzen keine ärztliche Beratung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken anwenden, sprechen Sie immer mit einer Ärztin/einem Arzt oder einer qualifizierten Fachperson für Phytotherapie.

Einige Pflanzen können allergische Reaktionen auslösen oder mit Medikamenten wechselwirken. Gehen Sie vorsichtig vor und wenden Sie sich im Zweifel an medizinisches Fachpersonal.

Vorkommen und Lebensraum

Wiesen und Grasflächen Brachflächen und verwilderte Standorte Wegränder und Feldränder Gärten und Höfe Parks und städtisches Grün

Typische Standorte sind Wiesen, Äcker, Feld- und Wegränder sowie naturbelassene Gartenecken. Es erscheint oft in lückigen Rasenflächen zusammen mit Klee und anderen Wiesenkräutern.

Erntezeit

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Tipps zur Ernte

  • Geerntet werden die blühenden oberirdischen Teile an trockenen Tagen.
  • Nur gesunde, sauber wirkende Pflanzen sammeln.
  • Nicht direkt an Straßenrändern oder auf intensiv gedüngten/gespritzten Flächen ernten.
  • Schonend und schattig trocknen, damit die Blüten ihre Farbe behalten.

Warnhinweise und sichere Anwendung

Allgemeine Empfehlungen

Informationen zu heilkundlichen Wirkungen dienen nur der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken verwenden, konsultieren Sie immer eine Ärztin/einen Arzt oder eine qualifizierte Fachperson. Wenn Sie sich bei der Bestimmung der Pflanze nicht sicher sind, sammeln oder verwenden Sie sie nicht!

Spannende Fakten und Geschichte

Sanftes Hautkraut

Als sanftes Hautkraut wird das wilde Stiefmütterchen traditionell bei Kindern und empfindlicher Haut eingesetzt – innerlich wie äußerlich.

Essbare Blüte

Die Blüten des wilden Stiefmütterchens sind essbar und werden gerne als feine, natürliche Dekoration für Desserts und Salate verwendet.

Name und Volksglaube

Der deutsche Name „Stiefmütterchen“ und vergleichbare Volksnamen spiegeln alte Deutungen der Blütenform wider, etwa als kleine Familie mit Mutter und Töchtern.

„Das Wissen über Wildkompass verbindet die traditionelle Erfahrung früherer Generationen mit moderner wissenschaftlicher Erkenntnis.“