Kräuterbegleiter für Ruhe und Schlaf
Kamille wird seit Jahrhunderten als mild beruhigendes Heilkraut genutzt. Häufig trinkt man sie abends vor dem Schlafengehen oder in Stresssituationen. Sie gehört zu den bekanntesten Kräutertees in Europa.
Matricaria chamomilla
Zart duftende einjährige Pflanze mit weißen Zungenblüten, gelber, hohler Blütenmitte und fein gefiederten Blättern. Eine der am häufigsten verwendeten Heilpflanzen in der traditionellen und modernen Phytotherapie.
Fein gefiederte, fast sitzende Blätter
Weiße Zungenblüten und gelbe, innen hohle Blütenmitte
Aufrechter, verzweigter, fein geriefter Stängel
Typischer, süßlich-kräuteriger, leicht „apfeliger” Duft
Die Blätter der Echten Kamille sind schmal und mehrfach gefiedert in sehr feine Abschnitte. Sie stehen wechselständig, sind meist sitzend oder nur kurz gestielt und hell- bis mittelgrün gefärbt. Durch die feine Gliederung wirkt die Pflanze zart und filigran.
Die Blütenköpfchen bestehen aus weißen Zungenblüten am Rand und zahlreichen gelben Röhrenblüten in der Mitte. Der Blütenboden ist kegelförmig gewölbt und innen hohl – ein wichtiges Merkmal der Echten Kamille. Die Blüten duften aromatisch und werden als ganze Köpfchen geerntet.
Der Stängel der Echten Kamille ist aufrecht bis leicht bogig aufsteigend, fein gerieft und meist reich verzweigt. Er erreicht in der Regel 15–50 cm Höhe. Die Oberfläche ist glatt bis schwach behaart, im oberen Bereich sitzt eine Vielzahl von Blütenköpfchen.
Die Echte Kamille besitzt einen typischen süßlich-kräuterigen Duft mit einer feinen Apfelnote. Besonders intensiv duften frische und getrocknete Blüten nach dem Übergießen mit heißem Wasser. Duft und hohler Blütenboden sind wichtige Merkmale zur Unterscheidung von ähnlichen Arten.
Getrocknete Kamillenblüten werden zur Zubereitung eines milden Kräutertees verwendet. Er unterstützt die Verdauung, wirkt entspannend und kann zu einem ruhigen Schlaf beitragen. Häufig wird er mit Honig und Zitrone verfeinert.
Kamillenaufguss kann zum Aromatisieren von Cremes, Puddings oder selbstgemachtem Eis eingesetzt werden. Er verleiht Süßspeisen eine feine, blumig-honigartige Note.
Kamille unterstützt eine normale Verdauungsfunktion und wird bei Völlegefühl, leichten Krämpfen und Blähungen angewendet. Traditionell trinkt man sie nach dem Essen oder bei Magenbeschwerden.
Eine Tasse warmer Kamillentee am Abend kann helfen, zur Ruhe zu kommen und den Körper auf die Nacht vorzubereiten. Kamille wird häufig mit Melisse oder Lindenblüten kombiniert.
Kamillenabkochungen werden zur Bereitung von Umschlägen und Waschungen bei leichten Hautirritationen, Rötungen oder kleinen Schürfwunden genutzt. Sie sind Bestandteil vieler Salben und Cremes für empfindliche Haut.
Heißer Kamillenaufguss eignet sich für Inhalationen bei Schnupfen und Erkältung. Der warme Dampf mit Kamillenöl hilft, die Atemwege zu befreien und das Wohlbefinden zu verbessern.
Kamillenabkochung kann dem Badewasser zugesetzt werden, um die Haut zu beruhigen und die Entspannung zu fördern. Besonders geeignet bei beanspruchten Händen, Füßen oder empfindlicher Haut.
Kamille wird in der Naturkosmetik gern verwendet – etwa in Gesichtswasser, Tonics oder Haarspülungen, wo sie die Haut beruhigt und den Teint sanft aufhellen kann.
Hilft, Entzündungen im Körper zu reduzieren und ist geeignet bei Muskel- und Gelenkschmerzen.
Fördert die Funktion des Verdauungssystems und hilft bei Blähungen und Appetitlosigkeit.
Lindert Beschwerden bei Erkältung, Husten und Bronchitis.
Wirkt entspannend und kann bei Stress, Unruhe und Schlafstörungen unterstützen.
Schützt die Zellen vor freien Radikalen und kann Alterungsprozesse verlangsamen.
Fördert die Heilung von Wunden, Ekzemen und anderen Hautproblemen.
Hilft, Bakterien und bakterielle Infektionen zu bekämpfen.
Kann Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen lindern.
Hilft bei Schnupfen, Fieber und grippeähnlichen Beschwerden.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich Informationszwecken und ersetzen keine ärztliche Beratung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken anwenden, sprechen Sie immer mit einer Ärztin/einem Arzt oder einer qualifizierten Fachperson für Phytotherapie.
Einige Pflanzen können allergische Reaktionen auslösen oder mit Medikamenten wechselwirken. Gehen Sie vorsichtig vor und wenden Sie sich im Zweifel an medizinisches Fachpersonal.
Die Echte Kamille wächst bevorzugt auf trockeneren Wiesen, Feldern, Brachflächen und an Wegrändern. Sie mag leichte, gut durchlässige Böden und volle Sonne. Häufig besiedelt sie gestörte Standorte und versamt sich dort leicht.
Informationen zu heilkundlichen Wirkungen dienen nur der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken verwenden, konsultieren Sie immer eine Ärztin/einen Arzt oder eine qualifizierte Fachperson. Wenn Sie sich bei der Bestimmung der Pflanze nicht sicher sind, sammeln oder verwenden Sie sie nicht!
Kamille gehört zur Familie der Korbblütler. Bei empfindlichen Personen können allergische Reaktionen wie Hautrötungen, Juckreiz, Schnupfen oder Atembeschwerden auftreten. Wer gegen Korbblütler allergisch ist, sollte Kamille nur mit Vorsicht oder gar nicht verwenden.
In Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei langfristiger Medikamenteneinnahme sollte die regelmäßige Anwendung von Kamille mit Arzt oder Heilpraktiker abgesprochen werden. Auch scheinbar harmlose Heilpflanzen können Wechselwirkungen mit Arzneimitteln oder Überempfindlichkeitsreaktionen auslösen.
Sammle nur gesunde, nicht nachgedunkelte Blüten an sauberen Standorten. Meide stark befahrene Straßen, intensiv gespritzte Felder und verschmutzte Flächen. Vor dem Trocknen Blüten sorgfältig aussortieren und Verunreinigungen entfernen.
Kamille wird seit Jahrhunderten als mild beruhigendes Heilkraut genutzt. Häufig trinkt man sie abends vor dem Schlafengehen oder in Stresssituationen. Sie gehört zu den bekanntesten Kräutertees in Europa.
Kamille war früher in nahezu jeder Hausapotheke zu finden – für Umschläge, Mundspülungen, Inhalationen bei Erkältung oder zur Beruhigung gereizter Haut. Bis heute ist sie Bestandteil vieler Teemischungen, Salben und Cremes.
Ein milder Kamillentee wurde traditionell Kindern bei Bauchschmerzen, Blähungen oder Unruhe gegeben. Obwohl Kamille meist gut verträglich ist, sollte man mit kleinen Mengen beginnen und auf individuelle Reaktionen achten.
Die Blüten der Kamille ziehen viele Bestäuber an – Honigbienen, Hummeln und andere Insekten. Sie zählt zu den wertvollen Bienenweiden und trägt zur Förderung der Biodiversität in Landschaft und Garten bei.
„Das Wissen über Wildkompass verbindet die traditionelle Erfahrung früherer Generationen mit moderner wissenschaftlicher Erkenntnis.“