Name mit Geschichte
Der Name „Beinwell“ bezieht sich auf die frühere Verwendung bei Knochen- und Beinverletzungen. Heute spielt Beinwell vor allem in äußerlichen Zubereitungen eine Rolle, da seine innerliche Anwendung nicht empfohlen wird.
Symphytum officinale
Kräftige Staude mit tiefreichender Wurzel, rauen Blättern und nickenden, glockenförmigen Blüten in Weiß- bis Purpurviolett.
Große, raue, lanzettliche Blätter mit deutlicher Nervatur.
Nickende, glockenförmige Blüten in einseitswendigen Wickeln.
Starke, schwarzbraune Pfahlwurzel mit weißem, schleimigem Inneren.
Feuchte Wiesen, Gräben und Bachufer.
Die Blätter des Beinwells sind stark behaart, rau und derb. Die unteren Blätter sind sehr groß und laufen zum Stängel hin herab (herablaufende Blätter). Die deutliche Nervatur und der raue Griff helfen bei der sicheren Bestimmung.
Die Blüten des Beinwells sind schmal glockenförmig bis röhrig, 1–2 cm lang und hängen in charakteristischen, einseitswendigen Blütenständen. Die Färbung reicht von weißlich-gelb bis purpurviolett. Die Blüten sind sehr nektarreich und wichtig für Hummeln.
Die Wurzel des Beinwells ist kräftig und tiefreichend. Außen ist sie dunkelbraun bis schwarz, innen weißlich und stark schleimig. Auszüge aus der Wurzel werden traditionell für äußerliche Zubereitungen verwendet.
Beinwell ist eine typische Feuchtwiesen- und Uferpflanze. Man findet ihn an Gräben, Bächen, Flüssen und auf nassen Wiesen. Nährstoffreiche, schwere Böden sagen ihm besonders zu.
Aus Wurzeln oder Blättern des Beinwells werden Salben und Gels für Prellungen, Zerrungen und Gelenkbeschwerden hergestellt. Sie werden ausschließlich äußerlich auf unverletzter Haut angewendet. Innerliche Präparate mit Beinwell werden aus Sicherheitsgründen nicht empfohlen.
Beinwell liefert große Mengen an nährstoffreicher Biomasse. Die Blätter können als Mulchschicht im Gemüsebeet, als Kompostzusatz oder als Ansatz für pflanzliche Jauchen genutzt werden. So werden Nährstoffe aus der Tiefe wieder an die Oberfläche gebracht.
Hilft, Entzündungen im Körper zu reduzieren und ist geeignet bei Muskel- und Gelenkschmerzen.
Fördert die Heilung von Wunden, Ekzemen und anderen Hautproblemen.
Kann Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen lindern.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich Informationszwecken und ersetzen keine ärztliche Beratung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken anwenden, sprechen Sie immer mit einer Ärztin/einem Arzt oder einer qualifizierten Fachperson für Phytotherapie.
Einige Pflanzen können allergische Reaktionen auslösen oder mit Medikamenten wechselwirken. Gehen Sie vorsichtig vor und wenden Sie sich im Zweifel an medizinisches Fachpersonal.
Beinwell wächst an feuchten Standorten, entlang von Bächen und Gräben, auf nassen Wiesen und an Feldrändern. In Gärten findet man ihn oft in Wild- und Kräuterbereichen, wo er als nährstoffreicher Mulchlieferant geschätzt wird.
Informationen zu heilkundlichen Wirkungen dienen nur der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken verwenden, konsultieren Sie immer eine Ärztin/einen Arzt oder eine qualifizierte Fachperson. Wenn Sie sich bei der Bestimmung der Pflanze nicht sicher sind, sammeln oder verwenden Sie sie nicht!
Beinwell enthält Pyrrolizidinalkaloide, die bei innerlicher Aufnahme die Leber schädigen können. Innerliche Anwendungen (z.B. Tee oder Tinktur) werden daher nicht empfohlen.
Beinwell-Zubereitungen sollten nur auf intakter Haut und zeitlich begrenzt angewendet werden. Auf offene Wunden und große Hautflächen sollten sie nicht aufgetragen werden.
Während Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei kleinen Kindern sollte auf Beinwellpräparate möglichst verzichtet werden oder deren Anwendung mit einem Arzt abgesprochen werden.
Bei empfindlicher Haut können Reizungen auftreten. Testen Sie Beinwellprodukte zunächst an einer kleinen Hautstelle.
Ernten Sie Beinwell nur in Maßen und lassen Sie immer genügend Pflanzen stehen. So bleiben Nahrung für Insekten und die ökologische Funktion der Bestände erhalten.
Der Name „Beinwell“ bezieht sich auf die frühere Verwendung bei Knochen- und Beinverletzungen. Heute spielt Beinwell vor allem in äußerlichen Zubereitungen eine Rolle, da seine innerliche Anwendung nicht empfohlen wird.
Im Naturgarten ist Beinwell ein wertvoller Nährstofflieferant. Die großen Blätter eignen sich hervorragend als Mulch und Kompostmaterial und liefern viel Kalium für Tomaten, Kürbisse und andere Starkzehrer.
Die nektarreichen Blüten des Beinwells ziehen zahlreiche Hummeln und andere Bestäuber an. In naturnahen Gärten ist er daher eine wertvolle Bienen- und Insektenweide.
„Das Wissen über Wildkompass verbindet die traditionelle Erfahrung früherer Generationen mit moderner wissenschaftlicher Erkenntnis.“