Kraut gegen die Pest
Im Mittelalter galt die Pestwurz als Schutzkraut gegen die Pest. Blätter und Wurzeln wurden als Umschläge und in Tränken verwendet, und die Pflanze wurde bewusst in der Nähe von Häusern angepflanzt.
Petasites hybridus
Ausdauernde, kräftige Staude aus der Familie der Korbblütler mit kriechendem Rhizom, frühen rosa Blütenständen und sehr großen, herzförmigen Blättern.
Zapfenartige, rosa Blütenstände im Vorfrühling, lange bevor die Blätter erscheinen.
Herzförmige Blätter bis über 60 cm Durchmesser entlang von Bächen.
Dicke, kriechende Rhizome bilden ausgedehnte Bestände.
Typische Art von Bach- und Flussufern, Gräben und Feuchtwiesen.
Die Pestwurz blüht im zeitigen Frühjahr. Auf dicken, rötlichen Stängeln sitzen dichte, kegelartige Blütenstände mit zahlreichen kleinen, rosa bis weißlichen Blüten. Während der Blüte sind die typischen, großen Blätter noch nicht entwickelt.
Nach der Blüte treibt die Pestwurz sehr große, herzförmige Blätter an langen, hohlen Stielen. Die Oberseite ist kräftig grün, die Unterseite filzig und heller. Ganze Bestände wirken wie ein Teppich aus grünen Schirmen.
Unter der Bodenoberfläche verlaufen dicke, fleischige Rhizome, aus denen jedes Jahr neue Sprosse entspringen. So kann sich die Pestwurz entlang von Bächen und Gräben schnell ausbreiten und dichte Kolonien bilden.
Pestwurz besiedelt dauerhaft nasse Standorte wie Bach- und Flussufern, nasse Gräben, Auenwälder und Feuchtwiesen mit nährstoffreichen Böden.
Pestwurz ist aus Studien zur Migräneprophylaxe bekannt. Eingesetzt werden ausschließlich standardisierte, PA-freie Extrakte in genau definierten Dosierungen. Selbst zubereitete Tees oder Tinkturen aus Wurzel oder Blatt gelten wegen des Gehalts an Pyrrolizidinalkaloiden als nicht sicher.
In der Volksmedizin wurde Pestwurz bei Husten und Bronchialbeschwerden genutzt. Moderne Phytotherapie verwendet heute überwiegend besser verträgliche Arten (z. B. Huflattich, Thymian, Lindenblüten) und sieht Pestwurz eher als spezielle Fachpflanze mit engem therapeutischen Fenster.
Früher legte man frische Pestwurzblätter als Umschläge auf schmerzende Gelenke oder verspannte Muskulatur. Äußerlich ist das Risiko geringer als innerlich, dennoch sollten Anwendung seltener, auf kleinere Hautareale begrenzt und Hautreaktionen stets beobachtet werden.
Hilft, Entzündungen im Körper zu reduzieren und ist geeignet bei Muskel- und Gelenkschmerzen.
Fördert die Funktion des Verdauungssystems und hilft bei Blähungen und Appetitlosigkeit.
Lindert Beschwerden bei Erkältung, Husten und Bronchitis.
Hilft bei Entzündungen der Blase und der Nieren.
Fördert die Heilung von Wunden, Ekzemen und anderen Hautproblemen.
Kann Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen lindern.
Hilft bei Schnupfen, Fieber und grippeähnlichen Beschwerden.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich Informationszwecken und ersetzen keine ärztliche Beratung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken anwenden, sprechen Sie immer mit einer Ärztin/einem Arzt oder einer qualifizierten Fachperson für Phytotherapie.
Einige Pflanzen können allergische Reaktionen auslösen oder mit Medikamenten wechselwirken. Gehen Sie vorsichtig vor und wenden Sie sich im Zweifel an medizinisches Fachpersonal.
Pestwurz bildet dichte Bestände an Bach- und Flussufern, in nassen Gräben, Auenwäldern und auf feuchten Wiesen. Mit ihren kriechenden Rhizomen breitet sie sich rasch aus und kann andere Arten verdrängen.
Informationen zu heilkundlichen Wirkungen dienen nur der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken verwenden, konsultieren Sie immer eine Ärztin/einen Arzt oder eine qualifizierte Fachperson. Wenn Sie sich bei der Bestimmung der Pflanze nicht sicher sind, sammeln oder verwenden Sie sie nicht!
Pestwurz enthält Pyrrolizidinalkaloide, die die Leber und Blutgefäße schädigen können. Selbst zubereitete Tees oder Tinkturen sind daher nicht zu empfehlen. Nutzen Sie nur geprüfte, PA-freie Fertigpräparate.
Unsachgemäßer oder langfristiger Gebrauch von Pestwurz kann die Leber schädigen. Menschen mit Lebererkrankungen oder gleichzeitiger Einnahme lebertoxischer Medikamente sollten Pestwurz meiden.
Für Schwangere, Stillende und Kinder wird Pestwurz nicht empfohlen. Nutzen Sie stattdessen gut untersuchte, sichere Heilpflanzen.
Auch PA-freie Pestwurz-Extrakte sind nur für begrenzte Zeiträume vorgesehen. Halten Sie sich an die Dosierungs- und Zeitangaben und suchen Sie bei anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat.
An feuchten Standorten wachsen mehrere großblättrige Arten. Nutzen Sie Pestwurz nur, wenn die Bestimmung sicher ist – im Zweifel lieber stehenlassen.
Im Mittelalter galt die Pestwurz als Schutzkraut gegen die Pest. Blätter und Wurzeln wurden als Umschläge und in Tränken verwendet, und die Pflanze wurde bewusst in der Nähe von Häusern angepflanzt.
Die riesigen Blätter der Pestwurz wurden früher als natürliche Teller, Einwickelmaterial für Lebensmittel oder als Regenschutz verwendet – ein einfaches, aber cleveres Beispiel für „Zero Waste“ im Alltag.
PA-freie Pestwurz-Extrakte wurden in klinischen Studien als Prophylaxe bei Migräne untersucht. Trotz positiver Ergebnisse ist aufgrund potenzieller Nebenwirkungen eine medizinische Beratung und sorgfältige Produktauswahl unerlässlich.
„Das Wissen über Wildkompass verbindet die traditionelle Erfahrung früherer Generationen mit moderner wissenschaftlicher Erkenntnis.“