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Gewöhnliche Pestwurz

Petasites hybridus

Ausdauernde, kräftige Staude aus der Familie der Korbblütler mit kriechendem Rhizom, frühen rosa Blütenständen und sehr großen, herzförmigen Blättern.

Wichtige Erkennungsmerkmale

1

Zapfenartige, rosa Blütenstände im Vorfrühling, lange bevor die Blätter erscheinen.

2

Herzförmige Blätter bis über 60 cm Durchmesser entlang von Bächen.

3

Dicke, kriechende Rhizome bilden ausgedehnte Bestände.

4

Typische Art von Bach- und Flussufern, Gräben und Feuchtwiesen.

Wie Sie die Pflanze erkennen

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Frühe rosa Blütenstände

Die Pestwurz blüht im zeitigen Frühjahr. Auf dicken, rötlichen Stängeln sitzen dichte, kegelartige Blütenstände mit zahlreichen kleinen, rosa bis weißlichen Blüten. Während der Blüte sind die typischen, großen Blätter noch nicht entwickelt.

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Riesige, schirmartige Blätter

Nach der Blüte treibt die Pestwurz sehr große, herzförmige Blätter an langen, hohlen Stielen. Die Oberseite ist kräftig grün, die Unterseite filzig und heller. Ganze Bestände wirken wie ein Teppich aus grünen Schirmen.

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Kräftiges Rhizom

Unter der Bodenoberfläche verlaufen dicke, fleischige Rhizome, aus denen jedes Jahr neue Sprosse entspringen. So kann sich die Pestwurz entlang von Bächen und Gräben schnell ausbreiten und dichte Kolonien bilden.

Uferstandorte

Pestwurz besiedelt dauerhaft nasse Standorte wie Bach- und Flussufern, nasse Gräben, Auenwälder und Feuchtwiesen mit nährstoffreichen Böden.

Verwendung

Wirkung der Pflanze

Entzündungshemmende Wirkung

Hilft, Entzündungen im Körper zu reduzieren und ist geeignet bei Muskel- und Gelenkschmerzen.

Unterstützung der Verdauung

Fördert die Funktion des Verdauungssystems und hilft bei Blähungen und Appetitlosigkeit.

Gesundheit der Atemwege

Lindert Beschwerden bei Erkältung, Husten und Bronchitis.

Unterstützung der Harnwege

Hilft bei Entzündungen der Blase und der Nieren.

Gesundheit der Haut

Fördert die Heilung von Wunden, Ekzemen und anderen Hautproblemen.

Schmerzlinderung

Kann Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen lindern.

Linderung bei Erkältung

Hilft bei Schnupfen, Fieber und grippeähnlichen Beschwerden.

Wichtiger Hinweis

Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich Informationszwecken und ersetzen keine ärztliche Beratung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken anwenden, sprechen Sie immer mit einer Ärztin/einem Arzt oder einer qualifizierten Fachperson für Phytotherapie.

Einige Pflanzen können allergische Reaktionen auslösen oder mit Medikamenten wechselwirken. Gehen Sie vorsichtig vor und wenden Sie sich im Zweifel an medizinisches Fachpersonal.

Vorkommen und Lebensraum

Waldränder und Feldgehölze Wiesen und Grasflächen Ufer von Flüssen und Bächen Moore und Feuchtgebiete Brachflächen und verwilderte Standorte

Pestwurz bildet dichte Bestände an Bach- und Flussufern, in nassen Gräben, Auenwäldern und auf feuchten Wiesen. Mit ihren kriechenden Rhizomen breitet sie sich rasch aus und kann andere Arten verdrängen.

Erntezeit

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Tipps zur Ernte

  • Im zeitigen Frühjahr erkennen Sie Pestwurz an den rosa, zapfenartigen Blütenständen, im Sommer an den sehr großen Blättern.
  • Für innerliche Anwendungen eignen sich nur zertifizierte, PA-freie Fertigpräparate – vom Gebrauch eigener Drogen wird abgeraten.
  • Schützen Sie Uferbereiche vor Erosion und graben Sie keine Rhizome aus steilen Böschungen.

Warnhinweise und sichere Anwendung

Allgemeine Empfehlungen

Informationen zu heilkundlichen Wirkungen dienen nur der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken verwenden, konsultieren Sie immer eine Ärztin/einen Arzt oder eine qualifizierte Fachperson. Wenn Sie sich bei der Bestimmung der Pflanze nicht sicher sind, sammeln oder verwenden Sie sie nicht!

Spannende Fakten und Geschichte

Kraut gegen die Pest

Im Mittelalter galt die Pestwurz als Schutzkraut gegen die Pest. Blätter und Wurzeln wurden als Umschläge und in Tränken verwendet, und die Pflanze wurde bewusst in der Nähe von Häusern angepflanzt.

Blätter als Teller und Schirme

Die riesigen Blätter der Pestwurz wurden früher als natürliche Teller, Einwickelmaterial für Lebensmittel oder als Regenschutz verwendet – ein einfaches, aber cleveres Beispiel für „Zero Waste“ im Alltag.

Forschung zu Migräne

PA-freie Pestwurz-Extrakte wurden in klinischen Studien als Prophylaxe bei Migräne untersucht. Trotz positiver Ergebnisse ist aufgrund potenzieller Nebenwirkungen eine medizinische Beratung und sorgfältige Produktauswahl unerlässlich.

„Das Wissen über Wildkompass verbindet die traditionelle Erfahrung früherer Generationen mit moderner wissenschaftlicher Erkenntnis.“

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