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Gemeine Fichte

Picea abies

Hoher, immergrüner Nadelbaum mit schlanker, kegelförmiger Krone, dunkelgrünen Nadeln und herabhängenden Zapfen.

Wichtige Erkennungsmerkmale

1

Hoher, schlanker Nadelbaum mit schmaler Kegelkronenform.

2

Kurze, vierkantige, stechende Nadeln einzeln stehend.

3

Lange, herabhängende, zylindrische Zapfen.

4

Grau-braune, schuppige Rinde, die sich in Platten löst.

5

Nadel- und Bergwälder, eher kühl und feucht.

Wie Sie die Pflanze erkennen

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Wuchsform

Die Gemeine Fichte wird 20–40 m hoch und bildet eine schlanke, kegelförmige Krone mit waagerecht abstehenden Ästen in Quirlen. Sie ist immergrün und wirkt insgesamt sehr schlank.

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Nadeln

Die Nadeln sind 1–2,5 cm lang, steif, zugespitzt und im Querschnitt vierkantig. Sie sitzen einzeln auf kleinen, hellen Kissen (Pulvini) entlang der Zweige und verströmen beim Zerreiben einen intensiven Harzduft.

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Zapfen

Die Zapfen der Gemeinen Fichte sind zylindrisch, etwa 10–15 cm lang, werden bei Reife braun und hängen stets nach unten. Die Schuppen sind dünn und leicht biegsam. Unter alten Bäumen liegt meist eine Vielzahl abgefallener Zapfen.

Rinde

Die Rinde junger Fichten ist glatt und graugrün, wird mit dem Alter grau-braun und löst sich in kleinen, schuppigen Platten. Bei alten Bäumen ist sie stärker und unregelmäßig rissig.

Standort

Die Gemeine Fichte bildet große Bestände in Nadel- und Mischwäldern, vor allem in kühleren und höheren Lagen. Sie bevorzugt saure, humusreiche Böden und ausreichend Feuchtigkeit.

Verwendung

Fichtennadel-Sirup

Junge Fichtentriebe oder zartes Wintergrün werden mit Zucker oder Honig geschichtet. Nach einiger Zeit entsteht ein aromatischer Sirup für Tee, Wasser oder Desserts – ein klassisches Hausmittel in der Erkältungszeit.

April–Mai (Jungtriebe), Dezember–Januar (Winternadeln)

Waldtee aus Fichtennadeln

Frische oder getrocknete Fichtennadeln werden kurz mit heißem Wasser überbrüht. Der Aufguss schmeckt harzig-frisch, leicht zitronig und passt gut zu Honig oder Hagebutte.

Dezember–März (frische Nadeln), ganzjährig (getrocknet)

Fichtennadeln als Gewürz

Fein gemahlene, getrocknete Nadeln können als Gewürz in Marinaden, Brotteig oder zu Ofenkartoffeln verwendet werden und verleihen Gerichten eine feine Waldnote.

Ganzjährig (getrocknete Nadeln)

Wirkung der Pflanze

Unterstützung des Immunsystems

Stärkt die natürliche Abwehrkraft des Körpers und hilft, Krankheiten vorzubeugen.

Entzündungshemmende Wirkung

Hilft, Entzündungen im Körper zu reduzieren und ist geeignet bei Muskel- und Gelenkschmerzen.

Entgiftung des Körpers

Unterstützt die Ausscheidung von Schadstoffen, entlastet Leber und Nieren.

Gesundheit der Atemwege

Lindert Beschwerden bei Erkältung, Husten und Bronchitis.

Antioxidative Wirkung

Schützt die Zellen vor freien Radikalen und kann Alterungsprozesse verlangsamen.

Gesundheit der Haut

Fördert die Heilung von Wunden, Ekzemen und anderen Hautproblemen.

Energie und Vitalität

Steigert körperliche und geistige Leistungsfähigkeit.

Linderung bei Erkältung

Hilft bei Schnupfen, Fieber und grippeähnlichen Beschwerden.

Wichtiger Hinweis

Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich Informationszwecken und ersetzen keine ärztliche Beratung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken anwenden, sprechen Sie immer mit einer Ärztin/einem Arzt oder einer qualifizierten Fachperson für Phytotherapie.

Einige Pflanzen können allergische Reaktionen auslösen oder mit Medikamenten wechselwirken. Gehen Sie vorsichtig vor und wenden Sie sich im Zweifel an medizinisches Fachpersonal.

Vorkommen und Lebensraum

Nadelwälder Mischwälder Berg- und Vorgebirgsregionen Wegränder und Feldränder Gärten und Höfe Parks und städtisches Grün

Die Fichte bildet große Bestände in Nadel- und Mischwäldern, besonders in höheren Lagen. Sie wächst auf eher sauren, frischen bis feuchten Böden und wird auch in Parks, Alleen und Gärten gepflanzt.

Erntezeit

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Tipps zur Ernte

  • Sammeln Sie Nadeln nur in sauberen Wäldern, fern von Straßenverkehr und Industrie. Schneiden Sie kleine Zweigspitzen von mehreren Bäumen und vermeiden Sie das Abbrechen ganzer Äste. Im Winter und zeitigen Frühling sind die Nadeln besonders aromatisch.

Warnhinweise und sichere Anwendung

Allgemeine Empfehlungen

Informationen zu heilkundlichen Wirkungen dienen nur der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken verwenden, konsultieren Sie immer eine Ärztin/einen Arzt oder eine qualifizierte Fachperson. Wenn Sie sich bei der Bestimmung der Pflanze nicht sicher sind, sammeln oder verwenden Sie sie nicht!

Spannende Fakten und Geschichte

Winterliche Vitaminquelle

Junge Fichtennadeln gelten als traditionelle Winterquelle für Vitamin C. In Zeiten mit wenig frischem Obst nutzte man sie für hausgemachte Sirupe und Tees.

Harz und Pech

Fichtenharz wurde traditionell äußerlich bei kleinen Wunden und Druckstellen verwendet. Daraus bereitete man Salben und Pflaster mit desinfizierender Wirkung.

Weihnachtsbaum-Tradition

Die Fichte ist einer der klassischen Weihnachtsbäume in Mitteleuropa. Ihr Harzduft und das dichte Nadelkleid prägen die Atmosphäre der Winterzeit.

Ökologische Bedeutung von Fichtenwäldern

Fichtenbestände bieten zahlreichen Vogel-, Säuger- und Insektenarten Lebensraum und festigen Hänge sowie Böden. Reine Fichtenmonokulturen sind jedoch anfällig für Stürme und Borkenkäfer.

„Das Wissen über Wildkompass verbindet die traditionelle Erfahrung früherer Generationen mit moderner wissenschaftlicher Erkenntnis.“

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