Winterliche Vitaminquelle
Junge Fichtennadeln gelten als traditionelle Winterquelle für Vitamin C. In Zeiten mit wenig frischem Obst nutzte man sie für hausgemachte Sirupe und Tees.
Picea abies
Hoher, immergrüner Nadelbaum mit schlanker, kegelförmiger Krone, dunkelgrünen Nadeln und herabhängenden Zapfen.
Hoher, schlanker Nadelbaum mit schmaler Kegelkronenform.
Kurze, vierkantige, stechende Nadeln einzeln stehend.
Lange, herabhängende, zylindrische Zapfen.
Grau-braune, schuppige Rinde, die sich in Platten löst.
Nadel- und Bergwälder, eher kühl und feucht.
Die Gemeine Fichte wird 20–40 m hoch und bildet eine schlanke, kegelförmige Krone mit waagerecht abstehenden Ästen in Quirlen. Sie ist immergrün und wirkt insgesamt sehr schlank.
Die Nadeln sind 1–2,5 cm lang, steif, zugespitzt und im Querschnitt vierkantig. Sie sitzen einzeln auf kleinen, hellen Kissen (Pulvini) entlang der Zweige und verströmen beim Zerreiben einen intensiven Harzduft.
Die Zapfen der Gemeinen Fichte sind zylindrisch, etwa 10–15 cm lang, werden bei Reife braun und hängen stets nach unten. Die Schuppen sind dünn und leicht biegsam. Unter alten Bäumen liegt meist eine Vielzahl abgefallener Zapfen.
Die Rinde junger Fichten ist glatt und graugrün, wird mit dem Alter grau-braun und löst sich in kleinen, schuppigen Platten. Bei alten Bäumen ist sie stärker und unregelmäßig rissig.
Die Gemeine Fichte bildet große Bestände in Nadel- und Mischwäldern, vor allem in kühleren und höheren Lagen. Sie bevorzugt saure, humusreiche Böden und ausreichend Feuchtigkeit.
Junge Fichtentriebe oder zartes Wintergrün werden mit Zucker oder Honig geschichtet. Nach einiger Zeit entsteht ein aromatischer Sirup für Tee, Wasser oder Desserts – ein klassisches Hausmittel in der Erkältungszeit.
Frische oder getrocknete Fichtennadeln werden kurz mit heißem Wasser überbrüht. Der Aufguss schmeckt harzig-frisch, leicht zitronig und passt gut zu Honig oder Hagebutte.
Fein gemahlene, getrocknete Nadeln können als Gewürz in Marinaden, Brotteig oder zu Ofenkartoffeln verwendet werden und verleihen Gerichten eine feine Waldnote.
Tee oder Sirup aus Fichtennadeln unterstützt die Atemwege, kann Husten lindern und wird traditionell bei Erkältungen eingesetzt.
Ein starker Sud aus Zweigen und Nadeln im Badewasser wirkt durchblutungsfördernd, entspannend und vermittelt das Gefühl eines Waldspaziergangs.
Heißer Fichtennadelaufguss kann vorsichtig zum Inhalieren verwendet werden. Der aromatische Dampf erleichtert das Atmen durch die Nase.
Frische Fichtenzweige und Zapfen verbreiten einen intensiven Waldduft und eignen sich als natürlicher Raumduft in Wohnung, Sauna oder Auto.
Fichtenharz wird traditionell in selbstgemachten Salben für strapazierte Füße und raue Hautstellen verwendet – stets nur äußerlich und sparsam.
Stärkt die natürliche Abwehrkraft des Körpers und hilft, Krankheiten vorzubeugen.
Hilft, Entzündungen im Körper zu reduzieren und ist geeignet bei Muskel- und Gelenkschmerzen.
Unterstützt die Ausscheidung von Schadstoffen, entlastet Leber und Nieren.
Lindert Beschwerden bei Erkältung, Husten und Bronchitis.
Schützt die Zellen vor freien Radikalen und kann Alterungsprozesse verlangsamen.
Fördert die Heilung von Wunden, Ekzemen und anderen Hautproblemen.
Steigert körperliche und geistige Leistungsfähigkeit.
Hilft bei Schnupfen, Fieber und grippeähnlichen Beschwerden.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich Informationszwecken und ersetzen keine ärztliche Beratung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken anwenden, sprechen Sie immer mit einer Ärztin/einem Arzt oder einer qualifizierten Fachperson für Phytotherapie.
Einige Pflanzen können allergische Reaktionen auslösen oder mit Medikamenten wechselwirken. Gehen Sie vorsichtig vor und wenden Sie sich im Zweifel an medizinisches Fachpersonal.
Die Fichte bildet große Bestände in Nadel- und Mischwäldern, besonders in höheren Lagen. Sie wächst auf eher sauren, frischen bis feuchten Böden und wird auch in Parks, Alleen und Gärten gepflanzt.
Informationen zu heilkundlichen Wirkungen dienen nur der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken verwenden, konsultieren Sie immer eine Ärztin/einen Arzt oder eine qualifizierte Fachperson. Wenn Sie sich bei der Bestimmung der Pflanze nicht sicher sind, sammeln oder verwenden Sie sie nicht!
Fichtennadeln und -harz enthalten konzentrierte ätherische Öle. Empfindliche Personen können mit Hautreizungen oder Kopfschmerzen reagieren – daher niedrig dosieren.
Stark konzentrierte Fichtenpräparate (Sirup, Tinkturen, ätherische Öle) sind für Schwangere, Stillende und kleine Kinder nicht geeignet. Im Zweifel ärztlichen Rat einholen.
Sammeln Sie kein Nadeln von unbekannten Zier-Nadelgehölzen. Eine Verwechslung mit der hochgiftigen Eibe (Taxus baccata) kann lebensgefährlich sein – Eiben haben weiche, flache Nadeln und rote, fleischige Samenmäntel.
Eine langfristige oder übermäßige Einnahme starker Fichtenabkochungen kann die Nieren belasten. Personen mit Nierenerkrankungen sollten besonders vorsichtig sein.
Brechen Sie keine großen Äste ab und verletzen Sie nicht den Stamm. Ernten Sie kleine Zweigspitzen von mehreren Bäumen und lassen Sie genügend Material für den Wald zurück.
Fichtenharz ist nur zur äußerlichen Anwendung geeignet. Eine innere Einnahme wird nicht empfohlen und kann den Verdauungstrakt reizen.
Junge Fichtennadeln gelten als traditionelle Winterquelle für Vitamin C. In Zeiten mit wenig frischem Obst nutzte man sie für hausgemachte Sirupe und Tees.
Fichtenharz wurde traditionell äußerlich bei kleinen Wunden und Druckstellen verwendet. Daraus bereitete man Salben und Pflaster mit desinfizierender Wirkung.
Die Fichte ist einer der klassischen Weihnachtsbäume in Mitteleuropa. Ihr Harzduft und das dichte Nadelkleid prägen die Atmosphäre der Winterzeit.
Fichtenbestände bieten zahlreichen Vogel-, Säuger- und Insektenarten Lebensraum und festigen Hänge sowie Böden. Reine Fichtenmonokulturen sind jedoch anfällig für Stürme und Borkenkäfer.
„Das Wissen über Wildkompass verbindet die traditionelle Erfahrung früherer Generationen mit moderner wissenschaftlicher Erkenntnis.“