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Waldkiefer

Pinus sylvestris

Mittelgroßer bis hoher, immergrüner Baum mit rötlich orangefarbener Rinde im oberen Stammabschnitt und kurzen, steifen Nadeln in Paaren. Eine klassische Waldart, die ganzjährig aromatisches Material für Tee, Bäder und Einreibungen liefert.

Wichtige Erkennungsmerkmale

1

Kurze, steife Nadeln in Paaren

2

Unten grau-braun, oben orangefarben

3

Schmale, längliche Zapfen

4

Lichtliebender Baum mit lockerer Krone

5

Kräftiger Harzduft der Nadeln

Wie Sie die Pflanze erkennen

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Nadeln

Die Nadeln der Waldkiefer sind etwa 4 bis 7 Zentimeter lang, steif und leicht gedreht. Sie stehen paarweise an den Kurztrieben und sind grau- bis blaugrün gefärbt. Zwischen den Fingern zerdrückt verströmen sie einen intensiven Harzduft.

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Rinde

Die Rinde der Waldkiefer ist am Stammfuß dick, grau-braun und tief gefurcht. Im oberen Stammbereich geht sie in eine deutlich orangefarbene, dünnere Rinde über, die sich in Platten ablöst. Diese Farbzeichnung ist ein typisches Erkennungsmerkmal.

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Zapfen

Die Zapfen der Waldkiefer sind 3 bis 7 Zentimeter lang, schmal und länglich eiförmig. Zunächst sind sie grün, später verholzen sie und nehmen eine braune Farbe an. Die Schuppen tragen kleine Schildchen, aber keinen ausgeprägten Dorn. Junge, grüne Zapfen können kulinarisch genutzt werden.

Wuchsform

Die Waldkiefer erreicht meist 20 bis 30 Meter Höhe. Junge Bäume haben eine kegelförmige Krone, ältere Bäume tragen eine oft schirmartige, unregelmäßige Krone. Die Bestände wirken hell und lichtdurchflutet.

Winterduft

Zerreibt man im Winter einige Nadeln der Waldkiefer zwischen den Fingern, entfaltet sich ein intensiver Harzduft, der an Saunaaufgüsse und Nadelbäder erinnert. Dieser Duft verrät den Baum oft schon aus der Ferne.

Verwendung

Nadeltee aus der Waldkiefer

Aus jungen Kiefernnadeln lässt sich ein mild harziger Tee zubereiten. Die grob geschnittenen Nadeln werden mit heißem Wasser übergossen und nur kurz ziehen gelassen. Der Tee wärmt von innen und bringt Waldaroma in die Tasse.

Dezember–März (frische Nadeln), ganzjährig (getrocknet)

Kiefernknospen Sirup

Frische Knospen oder junge Zapfen können schichtweise mit Zucker oder Honig angesetzt werden. Nach einigen Wochen entsteht ein intensiv duftender Sirup für Tee und Desserts.

Frühjahr (Knospen), Frühsommer (junge Zapfen)

Wirkung der Pflanze

Unterstützung des Immunsystems

Stärkt die natürliche Abwehrkraft des Körpers und hilft, Krankheiten vorzubeugen.

Entzündungshemmende Wirkung

Hilft, Entzündungen im Körper zu reduzieren und ist geeignet bei Muskel- und Gelenkschmerzen.

Entgiftung des Körpers

Unterstützt die Ausscheidung von Schadstoffen, entlastet Leber und Nieren.

Gesundheit der Atemwege

Lindert Beschwerden bei Erkältung, Husten und Bronchitis.

Antioxidative Wirkung

Schützt die Zellen vor freien Radikalen und kann Alterungsprozesse verlangsamen.

Energie und Vitalität

Steigert körperliche und geistige Leistungsfähigkeit.

Linderung bei Erkältung

Hilft bei Schnupfen, Fieber und grippeähnlichen Beschwerden.

Wichtiger Hinweis

Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich Informationszwecken und ersetzen keine ärztliche Beratung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken anwenden, sprechen Sie immer mit einer Ärztin/einem Arzt oder einer qualifizierten Fachperson für Phytotherapie.

Einige Pflanzen können allergische Reaktionen auslösen oder mit Medikamenten wechselwirken. Gehen Sie vorsichtig vor und wenden Sie sich im Zweifel an medizinisches Fachpersonal.

Vorkommen und Lebensraum

Nadelwälder Mischwälder Berg- und Vorgebirgsregionen Felsige Standorte und Geröllhalden Wegränder und Feldränder Sandige und Uferstandorte

Die Waldkiefer wächst bevorzugt auf trockenen, nährstoffarmen, sandigen Böden und auf Felsen. Sie bildet lichte, gut durchlüftete Bestände und ist auch in Forsten, Windschutzstreifen und Stadtgrün weit verbreitet.

Erntezeit

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Tipps zur Ernte

  • Sammeln Sie Nadeln nur von gesunden Bäumen fern von Straßen und Industrie
  • Für Wintertee eignen sich frische, kräftig grüne Nadeln von jüngeren Zweigen
  • Knospen werden im zeitigen Frühjahr geerntet, bevor sie sich öffnen
  • Harz nur in kleinen Mengen von bereits verletzten Stellen entnehmen
  • Verteilen Sie den Sammeldruck auf viele Bäume und vermeiden Sie größere Astverletzungen

Warnhinweise und sichere Anwendung

Allgemeine Empfehlungen

Informationen zu heilkundlichen Wirkungen dienen nur der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken verwenden, konsultieren Sie immer eine Ärztin/einen Arzt oder eine qualifizierte Fachperson. Wenn Sie sich bei der Bestimmung der Pflanze nicht sicher sind, sammeln oder verwenden Sie sie nicht!

Spannende Fakten und Geschichte

Winterlicher Vitamintee

Die Nadeln der Waldkiefer liefern etwas Vitamin C und Antioxidantien. Ein einfacher Nadeltee war früher ein beliebtes Wintergetränk, wenn frisches Obst knapp war.

Waldinhalation

Ein Spaziergang im Kiefernwald wirkt wie eine sanfte Inhalation. Die Luft enthält natürliche ätherische Öle, die als wohltuend für die Atmung empfunden werden.

Harz als Helfer

Kiefernharz wurde traditionell in Hausmitteln für Salben bei kleineren Hautverletzungen verwendet. Es wirkt klebrig und hilft, Verbände und Auflagen an Ort und Stelle zu halten.

Pionier auf kargen Böden

Die Waldkiefer gilt als Pionierbaumart. Sie besiedelt magere, sandige oder felsige Standorte und schafft mit der Zeit bessere Bedingungen für andere Pflanzen.

„Das Wissen über Wildkompass verbindet die traditionelle Erfahrung früherer Generationen mit moderner wissenschaftlicher Erkenntnis.“

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