Fackel der Armen
Getrocknete und in Fett getränkte Blütenstände der Königskerze wurden früher als einfache Fackeln verwendet und galten als „Fackel der Armen“.
Verbascum densiflorum
Zweijährige, bis zu zwei Meter hohe Heilpflanze mit filzig behaarten Blättern und dichten, gelben Blütenähren – klassische Hustenpflanze.
Große, filzig behaarte Blätter in einer Grundrosette
Leuchtend gelbe, fünfzählige Blüten in dichten Ähren
Aufrechter, meist unverzweigter Stängel bis 2 m
Auffällige gelbe „Kerze“ auf trockenen Standorten
Trockene, vollsonnige Wegränder und Ruderalflächen
Die Blätter bilden im ersten Jahr eine große Grundrosette. Sie sind grau-grün, weich und dicht behaart und fühlen sich samtig an.
Die Blüten sind leuchtend gelb, fünfzählig und sitzen dicht gedrängt am aufrechten Blütenstand. Charakteristisch sind die orangefarbenen Staubbeutel.
Der Stängel ist kräftig, aufrecht und meist unverzweigt. Er kann bis etwa zwei Meter hoch werden und ist dicht behaart.
Die Königskerze bildet eine auffallende, kerzenartige Silhouette und steht oft einzeln oder in kleinen Gruppen auf offenen, trockenen Flächen.
Bevorzugt trockene, vollsonnige Standorte auf mageren, durchlässigen Böden, etwa Wegränder, Böschungen und Brachflächen.
Die Blüten der Königskerze werden in Hustentees eingesetzt, um Reiz- und trockenen Husten zu lindern und die Schleimhäute zu beruhigen. Der Aufguss sollte wegen der feinen Haare gut gefiltert werden.
Ein Aufguss aus Königskerzenblüten wird traditionell bei leichten Entzündungen der Atemwege und in Erkältungstees eingesetzt, oft in Kombination mit Lindenblüten und Holunder.
Aus den Blüten der Königskerze bereitete Ölauszüge werden äußerlich zur Pflege empfindlicher Haut verwendet; traditionell kamen sie auch bei Ohrbeschwerden zum Einsatz (nur nach fachlicher Beratung).
Die getrockneten Blütenstände der Königskerze eignen sich als markanter Schmuck in Trockensträußen und natürlichen Arrangements.
Stärkt die natürliche Abwehrkraft des Körpers und hilft, Krankheiten vorzubeugen.
Hilft, Entzündungen im Körper zu reduzieren und ist geeignet bei Muskel- und Gelenkschmerzen.
Lindert Beschwerden bei Erkältung, Husten und Bronchitis.
Schützt die Zellen vor freien Radikalen und kann Alterungsprozesse verlangsamen.
Fördert die Heilung von Wunden, Ekzemen und anderen Hautproblemen.
Kann Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen lindern.
Hilft bei Schnupfen, Fieber und grippeähnlichen Beschwerden.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich Informationszwecken und ersetzen keine ärztliche Beratung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken anwenden, sprechen Sie immer mit einer Ärztin/einem Arzt oder einer qualifizierten Fachperson für Phytotherapie.
Einige Pflanzen können allergische Reaktionen auslösen oder mit Medikamenten wechselwirken. Gehen Sie vorsichtig vor und wenden Sie sich im Zweifel an medizinisches Fachpersonal.
Die großblütige Königskerze besiedelt trockene, vollsonnige Standorte wie Böschungen, Wegränder, Schuttplätze und Trockenhänge. Sie bevorzugt durchlässige, eher magere Böden und erscheint oft als auffällige Einzelpflanze oder in kleineren Gruppen.
Informationen zu heilkundlichen Wirkungen dienen nur der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken verwenden, konsultieren Sie immer eine Ärztin/einen Arzt oder eine qualifizierte Fachperson. Wenn Sie sich bei der Bestimmung der Pflanze nicht sicher sind, sammeln oder verwenden Sie sie nicht!
Blätter und Blüten sind dicht behaart. Der Tee sollte immer sorgfältig durch ein feines Sieb oder Filtertuch abgeseiht werden, um reizende Pflanzenhaare zu entfernen.
Bei Kindern sowie während Schwangerschaft und Stillzeit sollte die Anwendung von Königskerze nur nach Rücksprache mit medizinischem Fachpersonal erfolgen.
Junge Blattrosetten können für Ungeübte entfernt an Fingerhut (Digitalis) erinnern, der stark giftig ist. Sammeln Sie nur Pflanzen, die Sie eindeutig als Königskerze bestimmen können.
Ernten Sie nur einen Teil der blühenden Pflanzen pro Standort, damit genügend Königskerzen zur Samenbildung und natürlichen Verjüngung verbleiben.
Getrocknete und in Fett getränkte Blütenstände der Königskerze wurden früher als einfache Fackeln verwendet und galten als „Fackel der Armen“.
Die weichen, filzigen Blätter der Königskerze gelten in Wanderer-Anekdoten als natürliches „Toilettenpapier“ – eine amüsante, aber nicht unbedingt empfohlene Verwendung.
Die Königskerze gilt seit Jahrhunderten als typische Husten- und Lungenpflanze und wird in vielen traditionellen Hustentees verwendet.
„Das Wissen über Wildkompass verbindet die traditionelle Erfahrung früherer Generationen mit moderner wissenschaftlicher Erkenntnis.“