Traditionelle Heckenpflanze
Der Hasel ist ein Klassiker in Feldhecken und Knicks und trägt wesentlich zur Struktur- und Artenvielfalt der Kulturlandschaft bei.
Corylus avellana
Der Hasel ist ein mehrstämmiger Strauch oder kleiner Baum mit rundlichen, grob gezähnten Blättern und harten, braunen Nüssen in holziger Schale.
Rundlich, grob gezähnt, weich behaart auf der Unterseite
Lange, gelbe Kätzchen (männlich), winzige rote Narben (weiblich)
Harte, braune Nüsse in grüner, später brauner Hülle
Mehrstämmiger Strauch mit glatter, graubrauner Rinde
Dichte Hecken und Feldgehölze an Waldrändern und Wegen
Die Blätter des Hasels sind rundlich bis eiförmig, 6–10 cm groß, mit grob gesägtem Rand und kurzer Spitze. Die Oberseite ist matt- bis mittelgrün und leicht rau, die Unterseite heller und weich behaart.
Der Hasel blüht im Spätwinter bis frühen Frühling. Die männlichen Blüten erscheinen als lange, gelbe Kätzchen, die stark stauben. Die weiblichen Blüten sitzen in Knospen und sind nur durch kleine, rote Narben zu erkennen.
Die Früchte sind die bekannten Haselnüsse: hartschalige Nüsse, meist in kleinen Gruppen, umgeben von einer gezähnten, zunächst grünen, später bräunlichen Hülle. Reife Nüsse fallen leicht aus der Hülle und sind außen braun, innen cremefarben.
Der Hasel wächst meist als mehrstämmiger Strauch. Junge Triebe haben eine glatte, graubraune Rinde, ältere Stämme sind etwas längs gerieft. Das Holz ist fest und flexibel und wurde traditionell für Stäbe und Flechtarbeiten genutzt.
Haselsträucher prägen viele Hecken und Feldgehölze in der Kulturlandschaft. Man findet sie an Waldrändern, Feldwegen, in Gärten und Parks, oft zusammen mit anderen Sträuchern.
Haselnüsse schmecken frisch oder schonend geröstet, pur als Snack, in Müslis, Kuchen oder Brot. Durch Rösten wird das Aroma intensiver, die Nüsse sollten aber nicht anbrennen.
Aus eingeweichten Haselnüssen lassen sich cremiges Nussmus und aromatische Pflanzenmilch herstellen – ideal für Porridge, Smoothies oder zum Backen.
Haselnüsse liefern ungesättigte Fettsäuren, Vitamin E und Mineralstoffe. In moderaten Mengen, als Teil einer ausgewogenen Ernährung, können sie das Herz-Kreislauf-System unterstützen.
Haselnüsse sind energiereich und machen lange satt – ideal als Snack bei Wanderungen oder an kalten Tagen, in Maßen auch im Alltag.
Haselsträucher strukturieren die Landschaft, bieten Bruthabitate und Nahrung. Durch schonenden Schnitt und maßvolles Ernten bleibt genug für Wildtiere übrig.
Unterstützt eine gesunde Durchblutung und das Herz-Kreislauf-System.
Schützt die Zellen vor freien Radikalen und kann Alterungsprozesse verlangsamen.
Unterstützt den Fettstoffwechsel und den allgemeinen Energiehaushalt.
Hilft, den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren und den Glukosestoffwechsel zu unterstützen.
Steigert körperliche und geistige Leistungsfähigkeit.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich Informationszwecken und ersetzen keine ärztliche Beratung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken anwenden, sprechen Sie immer mit einer Ärztin/einem Arzt oder einer qualifizierten Fachperson für Phytotherapie.
Einige Pflanzen können allergische Reaktionen auslösen oder mit Medikamenten wechselwirken. Gehen Sie vorsichtig vor und wenden Sie sich im Zweifel an medizinisches Fachpersonal.
Typisch sind dichte Hecken an Waldrändern, Feldwegen und in Gärten. Oft wachsen mehrere Sträucher zusammen und bilden artenreiche Saumgesellschaften.
Informationen zu heilkundlichen Wirkungen dienen nur der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken verwenden, konsultieren Sie immer eine Ärztin/einen Arzt oder eine qualifizierte Fachperson. Wenn Sie sich bei der Bestimmung der Pflanze nicht sicher sind, sammeln oder verwenden Sie sie nicht!
Haselnüsse gehören zu den häufigsten Nahrungsmittelallergenen. Bei bekannter Nussallergie sollten sie strikt gemieden werden, da schwere Reaktionen möglich sind.
Schimmelige oder muffig riechende Nüsse nicht verzehren. Sie können Schimmeltoxine enthalten. Nur gut getrocknete und einwandfreie Nüsse lagern.
Haselnüsse sind gesund, aber sehr energiereich. Wer auf sein Gewicht achten muss, sollte kleine Portionen wählen.
Ganze Nüsse sind für Kleinkinder ungeeignet, da sie leicht verschluckt oder eingeatmet werden können. Nur zerkleinerte Nüsse unter Aufsicht geben.
Nüsse sollten nicht direkt an vielbefahrenen Straßen oder in Industrienähe gesammelt werden. Besser sind ruhige, möglichst naturbelassene Standorte.
Der Hasel ist ein Klassiker in Feldhecken und Knicks und trägt wesentlich zur Struktur- und Artenvielfalt der Kulturlandschaft bei.
Haselnüsse sind eine der wichtigsten wilden Kalorienquellen in Mitteleuropa – kompakt, lagerfähig und nährstoffreich.
Haselholz ist zäh und biegsam und wurde traditionell für Stöcke, Reifen, Flechtwerk und einfache Bögen genutzt.
Haselsträucher liefern bereits im Spätwinter große Mengen Pollen und sind damit wichtige Nahrung für frühe Bestäuber.
„Das Wissen über Wildkompass verbindet die traditionelle Erfahrung früherer Generationen mit moderner wissenschaftlicher Erkenntnis.“