Vitamin-C-Klassiker
Hagebutten gehören zu den klassischen heimischen Vitamin-C-Lieferanten. Getrocknet oder als Mus wurden sie früher als wichtiger Ersatz für frisches Obst im Winter genutzt.
Rosa canina
Mehrstämmiger, stark bestachelter Strauch mit zartrosa Blüten und länglichen, roten Hagebutten – eine der wichtigsten wilden Vitamin-C-Quellen in der Kulturlandschaft.
Mittelhoher, dicht bestachelter Strauch mit bogig überhängenden Trieben.
Unpaarig gefiederte Blätter mit 5–7 gesägten Fiederblättchen.
Einfache, zartrosa Blüten im Mai und Juni.
Längliche, rote Hagebutten mit sehr viel Vitamin C.
Starke, hakenförmig gebogene Stacheln an den Zweigen.
Sonnige Hecken, Wegränder und Feldraine.
Die Heckenrose bildet dichte, stark bestachelte Sträucher von etwa 1–3 m Höhe. Die Triebe wachsen bogig überhängend und verzweigen sich stark. Durch Wurzelausläufer kann die Art ausgedehnte Hecken und Gebüsche bilden.
Die Blätter sind unpaarig gefiedert mit meist 7 (5–9) eiförmigen Fiederblättchen. Die Blättchen sind am Rand gesägt, oben matt- bis leicht glänzend grün und unterseits heller. Blattstiele und Mittelrippen können feine Stacheln tragen.
Die Blüten sind einfach, fünfzählig, meist zartrosa bis weißlich und 3–5 cm groß. Sie stehen einzeln oder in kleinen Gruppen an den Triebenden und erscheinen von Mai bis Juni. Ihr zarter Duft und der reiche Pollen machen sie wichtig für Insekten.
Die Früchte, die Hagebutten, sind länglich bis flaschenförmig, 1–2,5 cm lang und leuchtend rot bis orange-rot. Im Inneren sitzen zahlreiche harte Nüsschen, die von feinen, reizenden Härchen umgeben sind. Die Hagebutten reifen von September bis Oktober und bleiben oft bis in den Winter hinein am Strauch.
An den Zweigen sitzen kräftige, hakenförmig gebogene Stacheln, mit deren Hilfe sich die Pflanze im Gebüsch verankert und vor Verbiss schützt. Die Stacheln sind sehr scharf – beim Sammeln sind feste Handschuhe empfehlenswert.
Die Heckenrose besiedelt sonnige bis halbschattige Standorte mit eher trockenen, durchlässigen Böden. Typisch sind Feldhecken, Wegränder, Waldränder und obstbaulich genutzte Extensivwiesen.
Getrocknete oder zerkleinerte Hagebutten ergeben einen leicht säuerlichen Tee mit hohem Vitamin-C-Gehalt. Ideal als tägliches Getränk zur Unterstützung des Immunsystems.
Aus eingeweichten und kurz aufgekochten Hagebutten mit Zucker oder Honig entsteht ein aromatischer, vitaminreicher Sirup. Eignet sich zum Verdünnen mit Wasser, als Zusatzzutat in Tee oder Dessert.
Aus vollreifen, weichen Hagebutten entsteht nach sorgfältigem Passieren eine feine, aromatische Marmelade. Sie passt gut zu Brot, Gebäck und Desserts.
Durch den hohen Gehalt an Vitamin C und Antioxidantien können Hagebutten das Immunsystem unterstützen und die Regeneration nach Infekten fördern.
Fein vermahlenes Pulver aus getrockneten Hagebuttenschalen wird als Nahrungsergänzung zur Unterstützung der Gelenkgesundheit eingesetzt. Langfristige Einnahme sollte mit Fachpersonal besprochen werden.
Leicht säuerlicher Hagebuttentee kann die Verdauung anregen und die Gallenfunktion unterstützen, besonders nach schweren Mahlzeiten.
Das intensiv rot-orange Fruchtfleisch der Hagebutten eignet sich gut, um Sirupe, Marmeladen oder Desserts auf natürliche Weise zu färben.
Aus Hagebutten lassen sich sanfte Auszüge für Gesichtswasser, Masken oder Bäder herstellen. Achten Sie auf saubere Rohstoffe und testen Sie neue Produkte zunächst an einer kleinen Hautstelle.
Stärkt die natürliche Abwehrkraft des Körpers und hilft, Krankheiten vorzubeugen.
Hilft, Entzündungen im Körper zu reduzieren und ist geeignet bei Muskel- und Gelenkschmerzen.
Fördert die Funktion des Verdauungssystems und hilft bei Blähungen und Appetitlosigkeit.
Unterstützt die Ausscheidung von Schadstoffen, entlastet Leber und Nieren.
Lindert Beschwerden bei Erkältung, Husten und Bronchitis.
Unterstützt eine gesunde Durchblutung und das Herz-Kreislauf-System.
Schützt die Zellen vor freien Radikalen und kann Alterungsprozesse verlangsamen.
Fördert die Heilung von Wunden, Ekzemen und anderen Hautproblemen.
Unterstützt den Fettstoffwechsel und den allgemeinen Energiehaushalt.
Hilft bei Schnupfen, Fieber und grippeähnlichen Beschwerden.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich Informationszwecken und ersetzen keine ärztliche Beratung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken anwenden, sprechen Sie immer mit einer Ärztin/einem Arzt oder einer qualifizierten Fachperson für Phytotherapie.
Einige Pflanzen können allergische Reaktionen auslösen oder mit Medikamenten wechselwirken. Gehen Sie vorsichtig vor und wenden Sie sich im Zweifel an medizinisches Fachpersonal.
Die Heckenrose liebt sonnige, eher trockene Standorte und wächst in Hecken, an Wegrändern, auf Trockenhängen und in extensiven Obstwiesen. Sie bildet dichte, dornige Sträucher, die wichtigen Lebensraum und Nahrung für viele Vogelarten bieten.
Informationen zu heilkundlichen Wirkungen dienen nur der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken verwenden, konsultieren Sie immer eine Ärztin/einen Arzt oder eine qualifizierte Fachperson. Wenn Sie sich bei der Bestimmung der Pflanze nicht sicher sind, sammeln oder verwenden Sie sie nicht!
Im Inneren der Hagebutten sitzen harte Kerne und feine Härchen, die Haut und Schleimhäute reizen können. Vor dem Verzehr sollten Kerne und Härchen gründlich entfernt werden.
Die kräftigen, hakenförmigen Stacheln können schmerzhafte Kratzer verursachen. Beim Sammeln sollten Handschuhe getragen werden, kleine Wunden sind zu reinigen.
Hagebuttensirup, Marmelade und ähnliche Produkte enthalten oft viel Zucker. Achten Sie bei regelmäßigem Verzehr auf die Gesamtzuckerzufuhr, insbesondere bei Kindern und Menschen mit Stoffwechselerkrankungen.
Aufgrund des höheren Gehalts an Vitamin C und organischen Säuren sollten Personen mit schweren Nierenerkrankungen eine langfristige, hoch dosierte Einnahme von Hagebuttenprodukten nur nach ärztlicher Rücksprache vornehmen.
Empfindliche Personen können mit allergischen Reaktionen wie Hautausschlag oder Verdauungsbeschwerden reagieren. Neue Produkte zunächst in kleiner Menge testen.
Verschimmelte oder faulige Hagebutten sollten konsequent aussortiert werden. Sie können Schimmelgifte enthalten und sind nicht genießbar.
Hagebutten gehören zu den klassischen heimischen Vitamin-C-Lieferanten. Getrocknet oder als Mus wurden sie früher als wichtiger Ersatz für frisches Obst im Winter genutzt.
Hagebuttentee und -sirup sind typische Wintergetränke. Schonende Zubereitung als Kaltauszug hilft, mehr Vitamin C zu erhalten als beim langen Kochen.
Dichte, dornenreiche Hecken der Hunds-Rose bieten vielen Vogelarten Schutz und Nistplätze. Die Hagebutten dienen ihnen zudem als wertvolle Winternahrung.
Leicht weiche Hagebutten wurden früher unterwegs als kleiner „Wald-Snack“ gegessen – allerdings nur nach gründlichem Entfernen der Kerne und Härchen.
„Das Wissen über Wildkompass verbindet die traditionelle Erfahrung früherer Generationen mit moderner wissenschaftlicher Erkenntnis.“