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Himbeere

Rubus idaeus

Mehrjähriger, dorniger Strauch aus der Familie der Rosengewächse mit roten, weichen Sammelsteinfrüchten – den Himbeeren.

Wichtige Erkennungsmerkmale

1

Gefiederte Blätter mit 3–7 Fiederblättchen, Unterseite weißfilzig.

2

Kleine, weiße bis rosige Blüten in lockeren Rispen.

3

Rote, saftige Sammelsteinfrüchte – die typischen Himbeeren.

4

Zweijährige, bogig überhängende Ruten mit feinen Stacheln.

5

Pioniergebüsch an Waldrändern, Lichtungen, Böschungen und in Gärten.

Wie Sie die Pflanze erkennen

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Blätter

Die Blätter der Himbeere sind meist gefiedert mit 3–7 eiförmigen, scharf gezähnten Fiederblättchen. Die Oberseite ist dunkelgrün, die Unterseite auffallend heller und weißfilzig behaart. Die Blattstruktur ist ein wichtiges Bestimmungsmerkmal für Rubus idaeus.

Blüten

Die Blüten der Himbeere sind klein, weiß bis leicht rosafarben und fünfzählig mit vielen Staubblättern. Sie stehen in lockeren Blütenständen und erscheinen meist von Mai bis Juli. Sie liefern reichlich Nektar und Pollen für Bienen und andere Bestäuber.

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Früchte

Die Frucht der Himbeere ist eine Sammelsteinfrucht, bestehend aus vielen kleinen Steinfrüchtchen, die zusammen die typische Himbeerform bilden. Vollreife Früchte sind leuchtend rot, sehr weich und aromatisch und lösen sich leicht vom weißen Fruchtboden. Aufgrund der Druckempfindlichkeit sollten sie rasch verzehrt oder verarbeitet werden.

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Ruten und Stacheln

Die Himbeere bildet zweijährige Ruten: Im ersten Jahr wachsen grüne Langtriebe, im zweiten Jahr tragen sie Blüten und Früchte und verholzen. Die Ruten sind mit zahlreichen, feinen Stacheln besetzt, weshalb beim Ernten Handschuhe angenehm sein können. Nach dem Fruchten sterben die alten Ruten ab.

Standort

Die Himbeere gilt als Pionierpflanze: Sie besiedelt rasch Kahlschläge, Waldränder, Wegränder, Böschungen und verwilderte Gärten. Bevorzugt werden leicht saure, humusreiche und frische Böden an sonnigen bis halbschattigen Standorten.

Verwendung

Frische Waldhimbeeren

Frische Himbeeren verfeinern Müsli, Joghurt, Pfannkuchen und Desserts. Sie sind aromatisch, saftig und liefern zugleich Vitamin C und Ballaststoffe – ein leichter Sommer-Snack.

Juli–September (frische Früchte)

Himbeerkonfitüren und Sirupe

Aus reifen Himbeeren entstehen aromatische Konfitüren, Fruchtaufstriche, Säfte und Sirupe. Die kräftige Farbe und das fruchtige Aroma passen ideal zu Pfannkuchen, Kuchen und erfrischenden Sommergetränken.

Juli–September (Verarbeitung der Früchte)

Wirkung der Pflanze

Unterstützung des Immunsystems

Stärkt die natürliche Abwehrkraft des Körpers und hilft, Krankheiten vorzubeugen.

Unterstützung der Verdauung

Fördert die Funktion des Verdauungssystems und hilft bei Blähungen und Appetitlosigkeit.

Entgiftung des Körpers

Unterstützt die Ausscheidung von Schadstoffen, entlastet Leber und Nieren.

Unterstützung der Harnwege

Hilft bei Entzündungen der Blase und der Nieren.

Antioxidative Wirkung

Schützt die Zellen vor freien Radikalen und kann Alterungsprozesse verlangsamen.

Gesundheit der Haut

Fördert die Heilung von Wunden, Ekzemen und anderen Hautproblemen.

Unterstützung des Stoffwechsels

Unterstützt den Fettstoffwechsel und den allgemeinen Energiehaushalt.

Frauengesundheit

Unterstützt das hormonelle Gleichgewicht und kann Menstruationsbeschwerden lindern.

Regulierung des Blutzuckers

Hilft, den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren und den Glukosestoffwechsel zu unterstützen.

Wichtiger Hinweis

Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich Informationszwecken und ersetzen keine ärztliche Beratung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken anwenden, sprechen Sie immer mit einer Ärztin/einem Arzt oder einer qualifizierten Fachperson für Phytotherapie.

Einige Pflanzen können allergische Reaktionen auslösen oder mit Medikamenten wechselwirken. Gehen Sie vorsichtig vor und wenden Sie sich im Zweifel an medizinisches Fachpersonal.

Vorkommen und Lebensraum

Laubwälder Mischwälder Waldränder und Feldgehölze Gebüschsäume und Hecken Berg- und Vorgebirgsregionen Brachflächen und verwilderte Standorte Wegränder und Feldränder Gärten und Höfe Obstgärten und alte Obstbäume

Die Himbeere bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte an Waldrändern, auf Lichtungen, Böschungen, Ruderalflächen und in Gärten. Sie liebt humusreiche, eher frische Böden. Durch Wurzelausläufer kann sie rasch größere Bestände bilden.

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Erntezeit

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Tipps zur Ernte

  • Ernten Sie nur vollreife, aromatische Früchte, die sich leicht vom Fruchtboden lösen.
  • Pflücken Sie bei trockenem Wetter, um Druckstellen und Schimmel zu vermeiden.
  • Blätter werden im Frühjahr und Frühsommer bei trockenem Wetter gesammelt.
  • Meiden Sie Transportwege und intensiv gespritzte Kulturen.
  • Früchte rasch kühlen oder verarbeiten – sie sind sehr druckempfindlich.

Warnhinweise und sichere Anwendung

Allgemeine Empfehlungen

Informationen zu heilkundlichen Wirkungen dienen nur der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken verwenden, konsultieren Sie immer eine Ärztin/einen Arzt oder eine qualifizierte Fachperson. Wenn Sie sich bei der Bestimmung der Pflanze nicht sicher sind, sammeln oder verwenden Sie sie nicht!

Spannende Fakten und Geschichte

Himbeerdickichte nach Kahlschlag

Nach Kahlschlägen bildet die Himbeere häufig dichte Dickichte, die kaum zu durchdringen sind. Diese Bestände dienen vielen Vogelarten und Kleinsäugern als Unterschlupf und zeigen an, dass der Standort nährstoffreich und lichtreich ist.

Blätter als Frauenkraut

Himbeerblätter gelten traditionell als Frauenkraut und wurden bei Menstruationsbeschwerden und zur Geburtsvorbereitung eingesetzt. Moderne Empfehlungen betonen jedoch eine sorgfältige Dosierung und die Rücksprache mit medizinischem Fachpersonal.

Antioxidative Power der Himbeeren

Himbeeren enthalten reichlich Vitamin C und verschiedene Polyphenole. Sie gelten daher als Früchte mit hoher antioxidativer Kapazität, die den Körper bei der Abwehr von oxidativem Stress unterstützen können.

Himbeeren in der Küche

Frische Himbeeren verfeinern Müsli, Joghurt, Kuchen und Desserts. Auch in fruchtigen Saucen zu Käse oder gebratenem Fleisch kommen sie zum Einsatz. Wilde Himbeeren haben oft ein komplexeres Aroma als Gartensorten.

„Das Wissen über Wildkompass verbindet die traditionelle Erfahrung früherer Generationen mit moderner wissenschaftlicher Erkenntnis.“

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