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Roter Holunder

Sambucus racemosa

Stark verzweigter Waldstrauch mit roten Beeren in aufrechten Fruchtständen, der vor allem in kühlen, feuchten Bergwäldern wächst.

Wichtige Erkennungsmerkmale

1

Unpaarig gefiederte Blätter mit 5–7 Fiederblättchen.

2

Gelblich weiße Blüten in kegelförmigen Rispen.

3

Leuchtend rote Beeren in aufrechten Fruchtständen.

4

Feuchte Berg- und Schluchtwälder, Waldränder.

Wie Sie die Pflanze erkennen

Blätter

Die Blätter sind unpaarig gefiedert, bestehen meist aus 5–7 länglichen, gesägten Fiederblättchen und wirken insgesamt derben Charakter.

Blüten

Die Blüten sind klein, gelblich weiß und stehen in kegelförmigen, oft etwas aufrechten Blütenständen. Die Blütezeit liegt meist im späten Frühjahr.

Früchte

Die Beeren sind leuchtend rot, glänzend und stehen in dichten, aufrecht gerichteten Fruchtständen. Sie wirken sehr attraktiv, sind für den Menschen jedoch nur mit großer Vorsicht nutzbar.

Lebensraum

Typische Standorte sind feuchte Bergwälder, Schluchten, Waldränder und lichte Schuttflächen in höheren Lagen.

Verwendung

Kulinarische Nutzung nicht empfohlen

Aufgrund der Giftigkeit werden Früchte des Roten Holunders für den häuslichen Gebrauch nicht empfohlen. Für Sirup, Saft oder Marmelade ist der Schwarze Holunder die deutlich bessere Wahl.

Keine Empfehlung für regelmäßige Nutzung

Wirkung der Pflanze

Unterstützung des Immunsystems

Stärkt die natürliche Abwehrkraft des Körpers und hilft, Krankheiten vorzubeugen.

Entgiftung des Körpers

Unterstützt die Ausscheidung von Schadstoffen, entlastet Leber und Nieren.

Gesundheit der Atemwege

Lindert Beschwerden bei Erkältung, Husten und Bronchitis.

Antioxidative Wirkung

Schützt die Zellen vor freien Radikalen und kann Alterungsprozesse verlangsamen.

Linderung bei Erkältung

Hilft bei Schnupfen, Fieber und grippeähnlichen Beschwerden.

Wichtiger Hinweis

Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich Informationszwecken und ersetzen keine ärztliche Beratung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken anwenden, sprechen Sie immer mit einer Ärztin/einem Arzt oder einer qualifizierten Fachperson für Phytotherapie.

Einige Pflanzen können allergische Reaktionen auslösen oder mit Medikamenten wechselwirken. Gehen Sie vorsichtig vor und wenden Sie sich im Zweifel an medizinisches Fachpersonal.

Vorkommen und Lebensraum

Laubwälder Mischwälder Waldränder und Feldgehölze Ufer von Flüssen und Bächen Berg- und Vorgebirgsregionen

Typisch sind feuchte Schluchten, Berg- und Mischwälder, Waldränder und lichte Schuttstandorte. Häufig wächst er in der Strauchschicht zusammen mit anderen Pioniergehölzen.

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Erntezeit

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Tipps zur Ernte

  • Für Einsteiger wird der Rote Holunder als Beobachtungspflanze empfohlen. Wenn er dennoch genutzt wird, nur kleine Mengen nach langem Kochen verwenden und niemals an Kinder, Schwangere oder empfindliche Personen geben.

Warnhinweise und sichere Anwendung

Allgemeine Empfehlungen

Informationen zu heilkundlichen Wirkungen dienen nur der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken verwenden, konsultieren Sie immer eine Ärztin/einen Arzt oder eine qualifizierte Fachperson. Wenn Sie sich bei der Bestimmung der Pflanze nicht sicher sind, sammeln oder verwenden Sie sie nicht!

Spannende Fakten und Geschichte

Giftiger Verwandter des Schwarzen Holunders

Der Rote Holunder ist ein naher Verwandter des Schwarzen Holunders, gilt jedoch als deutlich giftiger und spielt in der Ernährung kaum eine Rolle.

Wichtige Nahrungsquelle für Vögel

Die roten Beeren sind für viele Vogelarten eine wichtige Nahrungsquelle, auch wenn sie für Menschen problematisch sind.

Zeiger für feuchte Bergwälder

Der Rote Holunder ist typisch für feuchte Berg- und Schluchtwälder und kann auf kühlere, humusreiche Standorte hinweisen.

„Das Wissen über Wildkompass verbindet die traditionelle Erfahrung früherer Generationen mit moderner wissenschaftlicher Erkenntnis.“

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