Pflaster von der Wiese
Spitzwegerich wird gerne als „Pflaster von der Wiese“ bezeichnet, weil ein zerdrücktes Blatt direkt als Umschlag auf die Haut gelegt werden kann.
Plantago lanceolata
Niedrige Staude mit grundständiger Rosette aus schmalen Blättern und schlanken, ährenartigen Blütenständen – ein klassisches Wildkraut für Hausapotheke und Kinderhusten.
Schmale, lanzettliche Blätter in Grundrosette mit kräftigen Nerven
Schlanke Ähren mit Kranz aus weißen Staubbeuteln
Niedrige Blattrosette mit aufrechten Blütenstielen
Wiesen, Weiden, Rasenflächen und Wegränder
Die Blätter stehen in einer grundständigen Rosette, sind schmal, lanzettlich und besitzen mehrere deutlich hervortretende Längsadern. Die Blattränder sind ganzrandig oder leicht gewellt.
Die kleinen, weißlichen Blüten sitzen dicht gedrängt in schlanken, zylindrischen Ähren auf langen, blattlosen Stielen. Zur Blütezeit bilden die Staubblätter einen auffälligen weißen Kranz um den Ährenkopf.
Spitzwegerich bildet eine niedrige Grundrosette mit aufrechten Blütenstielen und ist dadurch trittfest und schnittverträglich.
Wächst auf eher trockenen, nährstoffreichen Wiesen und Weiden, an Wegrändern, in Rasenflächen und in Parkanlagen.
Sehr junge Spitzwegerich-Blätter können in kleinen Mengen frisch in Salate, Kräuterquark oder Suppen gegeben werden und verleihen ihnen eine leicht herbe, würzige Note.
Ein traditioneller Hustensirup entsteht aus geschichteten Blättern mit Zucker oder Honig. Der Sirup wirkt reizlindernd auf die Schleimhäute, erleichtert das Abhusten und wird bei Husten und Heiserkeit eingesetzt.
Getrocknete Blätter werden als Tee oder in Kräutermischungen bei Husten, Halsentzündungen und leicht reizenden Zuständen der Harnwege verwendet.
Ein Ölauszug aus Spitzwegerich-Blättern ist Basis für Salben, die bei kleinen Wunden, trockener und gereizter Haut sowie Insektenstichen äußerlich angewendet werden.
Hilft, Entzündungen im Körper zu reduzieren und ist geeignet bei Muskel- und Gelenkschmerzen.
Fördert die Funktion des Verdauungssystems und hilft bei Blähungen und Appetitlosigkeit.
Lindert Beschwerden bei Erkältung, Husten und Bronchitis.
Hilft bei Entzündungen der Blase und der Nieren.
Fördert die Heilung von Wunden, Ekzemen und anderen Hautproblemen.
Hilft, Bakterien und bakterielle Infektionen zu bekämpfen.
Hilft bei Schnupfen, Fieber und grippeähnlichen Beschwerden.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich Informationszwecken und ersetzen keine ärztliche Beratung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken anwenden, sprechen Sie immer mit einer Ärztin/einem Arzt oder einer qualifizierten Fachperson für Phytotherapie.
Einige Pflanzen können allergische Reaktionen auslösen oder mit Medikamenten wechselwirken. Gehen Sie vorsichtig vor und wenden Sie sich im Zweifel an medizinisches Fachpersonal.
Spitzwegerich wächst an Wegrändern, auf Wiesen und Weiden, in Rasenflächen und Parkanlagen. Er kommt häufig auch in Städten vor. Sammeln Sie nur an ruhigen, möglichst unbelasteten Standorten – nicht direkt an stark befahrenen Straßen oder Hundestrecken.
Informationen zu heilkundlichen Wirkungen dienen nur der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken verwenden, konsultieren Sie immer eine Ärztin/einen Arzt oder eine qualifizierte Fachperson. Wenn Sie sich bei der Bestimmung der Pflanze nicht sicher sind, sammeln oder verwenden Sie sie nicht!
Spitzwegerich wächst häufig an Straßen- und Wegrändern. Für Tee oder Sirup nicht direkt an stark befahrenen Straßen oder auf belasteten Flächen sammeln.
In Stadtparks und an Hundewiesen können die Pflanzen durch Tierkot oder Urin verunreinigt sein. Sammeln Sie lieber an sauberen, wenig frequentierten Orten und waschen Sie die Blätter gründlich.
Obwohl Spitzwegerich als gut verträglich gilt, können in seltenen Fällen Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten. Beginnen Sie mit kleinen Mengen und beobachten Sie die Verträglichkeit.
Spitzwegerich kann mit Breitwegerich verwechselt werden. Beide Arten werden traditionell als essbare Heilkräuter genutzt, unterscheiden sich aber in der Breite der Blätter.
Spitzwegerich wird gerne als „Pflaster von der Wiese“ bezeichnet, weil ein zerdrücktes Blatt direkt als Umschlag auf die Haut gelegt werden kann.
Spitzwegerich begegnet vielen Menschen schon in der Kindheit – an Wegrändern, auf Spielplätzen und Wiesen, wo seine Blätter intuitiv auf Schrammen gelegt werden.
Spitzwegerich gilt im Rasen oft als „Unkraut“, ist aber eines der klassischen einheimischen Heilkräuter und wird seit Jahrhunderten verwendet.
„Das Wissen über Wildkompass verbindet die traditionelle Erfahrung früherer Generationen mit moderner wissenschaftlicher Erkenntnis.“