Dorflinde als Treffpunkt
Die Dorflinde war vielerorts ein zentraler Versammlungsort: Unter der Krone alter Linden fanden Tanz, Gerichtsverhandlungen und Feste statt. Die Linde galt als Symbol für Gerechtigkeit, Schutz und Gemeinschaft.
Tilia cordata
Mittelgroßer bis hoher Laubbaum mit dichter Krone, kleinen herzförmigen Blättern und gelblichweißen Blüten in hängenden Trugdolden mit einem typischen Flügel- bzw. Hochblatt.
Duftende, gelblichgrüne Blüten mit typischem Flügel- bzw. Hochblatt
Kleine, herzförmige Blätter mit gesägtem Rand
Glatte, später längsrissige graubraune Rinde
Laub- und Mischwälder, Alleen, Parks und Dorfplätze
Die Blüten der Winterlinde sind klein, gelblichgrün und in hängenden Trugdolden angeordnet. Charakteristisch ist das längliche Hochblatt, das mit dem Blütenstand verwachsen ist. Während der Blütezeit verströmen die Blüten einen intensiven, süßen Duft und liefern reichlich Nektar für Bienen. Gesammelt wird der gesamte Blütenstand mit Hochblatt.
Die Blätter der Winterlinde sind kleiner als bei der Sommerlinde, deutlich herzförmig mit zugespitzter Spitze und fein gesägtem Blattrand. Die Oberseite ist dunkelgrün, die Unterseite etwas heller. In den Nervenwinkeln der Blattunterseite sitzen bräunliche Haarbüschel – ein Merkmal zur Bestimmung von Tilia cordata.
Die junge Rinde der Winterlinde ist glatt und grünlichgrau. Mit zunehmendem Alter wird sie graubraun und längsrissig. Alte Linden bilden oft mächtige Stämme mit Höhlungen, die wichtigen Lebensraum für Vögel, Fledermäuse und Insekten bieten.
Die Winterlinde ist von Natur aus in Laub- und Mischwäldern zu finden, wird aber ebenso häufig als Alleebaum, in Parks und auf Dorfplätzen gepflanzt. Sie bevorzugt nährstoffreiche, tiefgründige Böden und geschützte, nicht zu trockene Standorte.
Lindenblütentee ist ein klassisches Hausmittel an kalten Tagen. Er schmeckt mild, leicht süßlich und wird gerne mit Honig verfeinert.
Lindenblüten lassen sich gut mit Holunder, Hagebutte oder Minze kombinieren. Sie runden den Geschmack ab und bringen eine feine Blütennote in Kräutertees.
Kräftiger Lindenhonig passt zu Müsli, Joghurt, Backwaren und natürlich in den Lindenblütentee. Sein intensives Aroma macht ihn zu einem besonderen Würz-Honig.
Lindenblütentee wird traditionell bei Erkältungen, Fieber oder Frösteln eingesetzt. Der warme Tee fördert das Schwitzen und unterstützt die Flüssigkeitszufuhr.
Die Blüten der Winterlinde gelten als mild beruhigend. Ein abendlicher Tee kann helfen, nach einem stressigen Tag zur Ruhe zu kommen.
In der Volksheilkunde wurden Lindenblüten auch zur Unterstützung von Herz und Kreislauf verwendet. Bei bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist jedoch ärztlicher Rat wichtig.
Abgekühlter Lindenblütenaufguss kann als milder Gesichtswasser oder als Zusatz in entspannenden Bädern verwendet werden. Er eignet sich insbesondere für empfindliche Haut.
Linden sind wichtige Stadtbäume: Sie spenden Schatten, kühlen die Umgebung und bieten vielen Tierarten Lebensraum – von Insekten bis zu Vögeln.
Stärkt die natürliche Abwehrkraft des Körpers und hilft, Krankheiten vorzubeugen.
Hilft, Entzündungen im Körper zu reduzieren und ist geeignet bei Muskel- und Gelenkschmerzen.
Lindert Beschwerden bei Erkältung, Husten und Bronchitis.
Wirkt entspannend und kann bei Stress, Unruhe und Schlafstörungen unterstützen.
Unterstützt eine gesunde Durchblutung und das Herz-Kreislauf-System.
Schützt die Zellen vor freien Radikalen und kann Alterungsprozesse verlangsamen.
Hilft bei Schnupfen, Fieber und grippeähnlichen Beschwerden.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich Informationszwecken und ersetzen keine ärztliche Beratung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken anwenden, sprechen Sie immer mit einer Ärztin/einem Arzt oder einer qualifizierten Fachperson für Phytotherapie.
Einige Pflanzen können allergische Reaktionen auslösen oder mit Medikamenten wechselwirken. Gehen Sie vorsichtig vor und wenden Sie sich im Zweifel an medizinisches Fachpersonal.
Die Winterlinde wächst in Laub- und Mischwäldern, an Waldrändern sowie häufig als Alleebaum an Wegen und Straßen. Sie bevorzugt nährstoffreiche, tiefgründige Böden mit ausreichender Feuchtigkeit und verträgt zugleich Stadtklima und Luftverschmutzung.
Informationen zu heilkundlichen Wirkungen dienen nur der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bevor Sie Pflanzen zu therapeutischen Zwecken verwenden, konsultieren Sie immer eine Ärztin/einen Arzt oder eine qualifizierte Fachperson. Wenn Sie sich bei der Bestimmung der Pflanze nicht sicher sind, sammeln oder verwenden Sie sie nicht!
Lindenblüten gelten bei normaler Dosierung als gut verträglich. Dennoch sollte man Heiltees nicht über sehr lange Zeiträume ausschließlich aus einer einzigen Pflanze trinken.
Bei bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder der Einnahme von Blutdruck- bzw. Blutverdünnungsmitteln sollte die regelmäßige, langfristige Anwendung von Lindenblütentee mit einer Ärztin oder einem Arzt besprochen werden.
Für Erwachsene werden während einer Erkältung meist 1–3 Tassen Lindenblütentee pro Tag empfohlen. Bei Kindern, Schwangeren und Stillenden sollte die Anwendung von Heilpflanzen vorher fachlich abgeklärt werden.
Empfindliche Personen können auf Lindenblüten oder Pollen allergisch reagieren. Bei auftretendem Juckreiz, Hautausschlag oder Atembeschwerden sollte der Tee abgesetzt und ärztlicher Rat eingeholt werden.
Die Dorflinde war vielerorts ein zentraler Versammlungsort: Unter der Krone alter Linden fanden Tanz, Gerichtsverhandlungen und Feste statt. Die Linde galt als Symbol für Gerechtigkeit, Schutz und Gemeinschaft.
Die Winterlinde ist ein bedeutender Trachtbaum. Zur Blütezeit summt die Krone vor lauter Bienen. Lindenhonig ist kräftig im Geschmack und beliebt als Begleiter zu Erkältungstees.
Lindenblütentee gehört zu den bekanntesten Hausmitteln bei Erkältungen. Oft wird er mit Holunder, Hagebutte oder Minze gemischt und ist dank seines milden Geschmacks auch für Kinder geeignet.
Alte Linden können mehrere Jahrhunderte alt werden und sind häufig als Naturdenkmale ausgewiesen. Ihre hohlen Stämme und starken Äste bieten Lebensraum für zahlreiche Tierarten.
„Das Wissen über Wildkompass verbindet die traditionelle Erfahrung früherer Generationen mit moderner wissenschaftlicher Erkenntnis.“